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Die höhere Ebene in der Gegenwart Gottes -Teil I von IV-

05.12.2017, Daniel Glimm


Hinweis:
Die folgende Botschaft ist eine Lehre, die aus vier Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Das Verlangen Gottes
 
Es ist das Verlangen des lebendigen Gottes, dass wir als Gläubige in Jesus Christus einen höheren Bereich seiner Gegenwart erleben und in ihr leben.
 
Das bedeutet, dass wir im Einklang mit seinem Willen im Geist höher gehen, was nicht in erster Linie meint, dass wir davon sprechen oder singen höher zu gehen, sondern dies wirklich umsetzen.
Es ist weder falsch von dem Höhergehen zu sprechen noch davon zu singen, aber es gibt noch mehr, was uns der himmlische Vater anvertrauen möchte.
 
Das Geben aus der ersten Liebe
 
Hierzu bedarf es all unserer Liebe dem HERRN gegenüber mit ganzem Herzen, unserer Seele, unserem Verstand, unserer Vernunft, unserer Gesinnung, unserem Willen, unserem Verlangen, unserem Streben und mit all unserer Kraft (vgl. Markus 12,30).
 
Markus 12,30:
„ ... 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften (vgl. 5.Mose 6,4-5).“
 
Diese Liebe meint die erste Liebe, die das höchste Gebot ist und gemäß Offenbarung 2,4-5 mit einem hohen Ort verbunden ist.
 
Offenbarung 2,4-5:
4 Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlässt.
5 So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust.
 
Die erhöhte Position der ersten Liebe Gottes

Um die erhöhte Position der ersten Liebe Gottes noch tiefer zu verstehen, möchte ich auf Jesus Christus eingehen, der am mittleren Kreuz von Golgatha erhöht hing und von dem römischen Soldaten mit der Lanze in die Seite gestoßen wurde, aus der – wie bei der Geburt eines Kindes- Blut und Wasser herausfloss, weil es der Zeitpunkt der Geburt der Braut Jesu war (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Johannes 19,34).

Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Johannes 19,34:
... 34 sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus.

Um an dem Ort des wahren Überblicks der ersten Liebe verbleiben zu können, ist es für uns als Christen notwendig, dass wir zurück in die Seite unseres Bräutigams kommen, indem wir uns entscheiden, Jesus Christus im Zentrum seines Sieges als Bräutigam aus der Struktur der Braut zu lieben, die ein regierender und lebendiger Gebäudekomplex ist (vgl. Offenbarung 21,2.9).

Offenbarung 21,2.9:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
 
Der Wandel in der ersten Liebe
 
Dieses Verlangen Gottes uns in der ersten Liebe zu ihm wandeln zu sehen, bedeutet, dass wir uns ihm nahen müssen, weil Liebe mit Nähe verbunden ist. Wenn wir uns ihm wirklich nahen, sind wir befähigt in einem höheren bzw. größerem Maß von seiner Gegenwart zu leben.
 
Das Wort Gottes fordert uns als Gläubige in Jesus Christus auf nach den Dingen zu trachten, die im übernatürlichen Bereich sind, wo Jesus Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes (vgl. Kolosser 3,1-2).
 
Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
 
Das existente Problem in der Gemeinde Jesu
 
Das Problem, das in diesem Zusammenhang in der Gemeinde Jesu existiert ist, dass viele Gläubige in Christus nicht verstehen, wie man im Geistbereich wandelt, weil es ihnen zum einen nicht vorgelebt und zum anderen gelehrt wurde.
 
Etliche Gläubige wissen zwar eine Menge über den übernatürlichen Bereich, aber sie halten sich dort nicht auf, weil sie nicht wissen, wie es umzusetzen wäre.
 
Der HERR gibt uns als sein Volk Träume, Visionen und sogar Heimsuchungen worüber wir ihm dankbar sein sollten, aber diese Erfahrungen sollten nicht das Ende sein, weil der himmlische Vater noch vieles mehr für uns bereitet hat.
 
Der höhere Geistbereich
 
Es gibt noch einen höheren Bereich im Geist, der damit verbunden ist, dass wir in diesen eintreten, ohne das dieser Geistbereich zu uns kommen bzw. in unser irdisches Leben penetrieren muss.
 
Um dort wandeln zu können, ist es notwendig, dass wir dem HERRN alles von uns gegeben haben und uns in der ersten Liebe vollkommen mit Hingabe voranbewegen.
 
Das Beste geben und der Status von Schwäche
 
Wenn wir unser Bestes geben (Anm.: all unsere Kraft), bedeutet das, dass wir schwach werden, wie ein Ausdauersportler, der in seiner Disziplin seine ganze Kraft gibt, um am Ziel anzukommen. Nach Erreichung des Ziels tritt die Entkräftung ein, die einen Status von Schwäche beinhaltet und für den Empfang der neuen Kraft vonnöten ist.
 
Auf ähnliche Weise fühlt es sich an, wenn Gott uns mit seiner Kraft heimsucht bzw. wir uns in seinem Bereich von Kraft bewegen. In dieser Situation bzw. an diesem Ort nimmt unsere Kraft ab, so dass er uns neue Kraft von sich schenken kann, die uns in unserer Kapazität erweitert, damit seine Kraft erkennbar wird (vgl. Johannes 3,30 i.V.m. 2.Korinther 12,9).
 
Johannes 3,30:
30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
 
2.Korinther 12,9:
9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.
 
Die Erweiterung des Weinschlauchs und das Firmament
 
Die Erweiterung unserer Kapazität durch die Kraft Gottes kommt dem Hineingießen des neuen Weins in den neuen Weinschlauch gleich, der erst eingegossen wird, wenn der Weinschlauch vollständig leer ist, um zur Fülle beizutragen (vgl. Markus 2,22 i.V.m. Johannes 2,3.7-9).
 
Markus 2,22:
22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schläuche füllen.
 
Johannes 2,3.7-9:
3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. …
7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan.
8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es ihm.
9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten es, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam …
 
Die neue von Gott gegebene Kraft ist die Kraft, die für die Zukunft ist, so dass wir mit dieser Kraft an unser nächstes Bestimmungsziel in Christus gelangen und den Menschen auf die beste Weise dienen, wie er uns berufen hat (vgl. 1.Korinther 12,7-11).
 
1.Korinther 12,7-11:
7 In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; 9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.
11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.
 
Dieses qualitative Dienen kommt dem Ausgießen eines Trankopfers gleich, so wie es Paulus gegenüber den Philippern mitteilte als er von seinem Dienst sprach (vgl. Philipper 2,17).
 
Philipper 2,17 (Rev. Elberfelder):
17 Wenn ich aber auch als Trankopfer über das Opfer und den Dienst eures Glaubens gesprengt werde, so freue ich mich und freue mich mit euch allen.
 
Gott wird es niemals erlauben, dass wir leer bleiben, sondern er füllt uns immer wieder auf neue Weise, so dass wir uns mit einem größeren Maß voranbewegen. Er dehnt uns entsprechend durch den Einfluss seines kraftvollen Wortes aus, was der Ausdehnung des Firmaments (Anm.: Wölbung, gehämmerte Platte) gleichkommt (vgl. Jeremia 23,29).
 
Jeremia 23,29:
29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
 
Das hebräische Wort für „Firmament“ ist „rāqîa'“ und bedeutet „Himmel, Weite, Wölbung, Ausdehnung“. Es kommt von dem hebräischen Verb „rāqa'“, was „feststampfen, breithämmern“ bedeutet. Es meint weiterhin eine „gehämmerte Platte oder Schale, eine nach allen Seiten ausgeweitete Fläche oder Wölbung.“ (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Firmament - rāqîa'„ und „rāqa' – feststampfen“ mit der Wortschlüsselnummer H7729* und H7734*)
 
Die Wölbung in der Gegenwart Gottes
 
Der Regierungssitz des himmlischen Vaters ist umgeben von einer Wölbung – dem Regenbogen, der einem Firmament gleicht und mit einem grünen Licht ummantelt ist (vgl. Offenbarung 4,2-3).
 
Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Der Regenbogen befindet sich über dem Haupt bzw. Regierungssitz des Vaters und trägt die Aufgabe ihn abzudecken. In der Gegenwart des himmlischen Vaters existiert das Element des Wassers und das Element des Lichts (Anm.: Feuer; vgl. Offenbarung 4,6a; Hebräer 12,29).
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
An dem Ort, wo der Vater ist, agiert das Element des Lichts (vgl. Jakobus 1,17 i.V.m. 1.Johannes 1,5).
 
Jakobus 1,17:
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts (Anm.: der Lichter/Gestirne), bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.
 
1.Johannes 1,5:
5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
 
An dem Ort, wo das Wort Gottes auf der Erde regiert, agiert die Kraft des Wassers.
 
Es handelt sich hierbei um das lebendige – offenbarende Wort, das geisterfüllt (Anm.: von oben gesandt) ist (vgl. Epheser 5,26 i.V.m. 1.Mose 1,2-3).
 
Epheser 5,26:
… 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er …
 
1.Mose 1,2-3:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
 
Auf ähnliche Weise wie der Apostel Johannes sah auch der Prophet Hesekiel die Gegenwart des Regierungssitzes Gottes (vgl. Hesekiel 1,26-28a).
 
Hesekiel 1,26-28a:
26 Und über der Feste (Anm.: festes Gewölbe), die über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein Saphir, einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch.
27 Und ich sah, und es war wie blinkendes Kupfer aufwärts von dem, was aussah wie seine Hüften; und abwärts von dem, was wie seine Hüften aussah, erblickte ich etwas wie Feuer und Glanz ringsumher.
28a Wie der Regenbogen steht in den Wolken, wenn es geregnet hat, so glänzte es ringsumher. So war die Herrlichkeit des HERRN anzusehen. …
 
Über den vier Wesen, die den Regierungssitz Gottes trugen, befand sich eine gehämmerte Wölbung, die wie ein Saphir aussah.
 
Die gehämmerte Saphirplatte
 
Es ist die gehämmerte Saphirplatte, die mit der göttlichen Versorgung sowie der Gegenwart von königlicher/apostolischer-priesterlicher Führung und offenbarender Weisheit verbunden ist (vgl. 2.Mose 24,9-11).
 
2.Mose 24,9-11:
9 Da stiegen Mose (Anm.: königliche/apostolische Führung) und Aaron, Nadab und Abihu (Anm.: priesterliche Führung) und siebzig von den Ältesten Israels (Anm.: offenbarende Weisheit) hinauf 10 und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche (Anm.: gehämmerte Platten) von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist.
11 Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen Israels. Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.
 
Anhand der genannten Bibelstellen wird deutlich, dass Gottes Regierungssitz in sich eine gehämmerte Sphäre trägt, was bedeutet, dass nichts ohne die Gegenwart seines offenbarenden Wortes existiert (vgl. 1.Mose 1,3; Johannes 1,1-3 i.V.m. Jeremia 23,29).
 
1.Mose 1,3:
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
 
Johannes 1,1-3:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
 
Jeremia 23,29:
29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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