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Das Hören der Stimme Gottes und das Erkennen der Zeichen der Zeit

01.12.2017, Daniel Glimm


Einleitung
 
Jesus Christus sprach während er auf der Erde wandelte zu den Juden, dass seine Schafe seine Stimme hören und ihr folgen (vgl. Johannes 10,27).
 
Johannes 10,27:
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; …
 
Die Stimme von Jesus kann sich auf unterschiedliche Weise in unserem Leben wie z.B. durch Träume und Visionen offenbaren (vgl. Joel 3,1).
 
Joel 3,1:
1 Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte (Anm.: Visionen) sehen.
 
Die wichtigen Punkte, um Gottes Stimme zu verstehen
 
Um den Inhalt des Redens Gottes richtig zu verstehen, ist es notwendig, dass wir sein Wesen und seinen Zeitplan kennen, den er an das Volk Israel gekoppelt hat.
 
Israel besitzt gemäß Sacharja 2,12b die Stellung des Augapfels Gottes, von dem Jerusalem wie seine Pupille fungiert, so dass es für uns als Heidenchristen gut ist, wenn wir durch Israel auf unser Leben und Umfeld schauen, um mit erleuchteten Augen Gottes Weisung richtig zu erkennen und zu beurteilen.
 
Sacharja 2,12b:
... 12b Wer euch (Anm.: Israel) antastet, der tastet meinen Augapfel an.
 
Die Offenbarung, die wir durch diese Vorgehensweise erhalten, beinhaltet prophetische Weisung, die uns dabei behilflich ist, dass wir unser Leben im Zentrum des Willens Gottes und seinem Frieden positionieren, so wie es auch Epaphras für die Heiligen in Kolossä betete (vgl. Kolosser 4,12).
 
Kolosser 4,12:
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.
 
Um die Stimme Gottes zu hören, ist weiterhin wichtig, dass wir uns:
  1. in Gottes Gegenwart aufhalten;
  2. auf Gottes Absichten konzentrieren;
  3. nicht abhalten lassen, Gott um prophetische Weisung zu bitten;
  4. darin üben in der Liebe zu anderen Menschen zu wachsen;
  5. in der Achtung auf unsere Körpersignale üben;
  6. als Liebhaber des biblischen Wortes Gottes weiter entwickeln.
Die Schulung des Heiligen Geistes
 
Wenn wir auf Gottes Stimme aufmerksam werden, ist es wichtig, dass wir uns der Schulung des Heiligen Geistes unterziehen, um die empfangene, prophetische Offenbarung auslegen zu können.
Hierbei können auch Bücher über Prophetie lehrreich sein.
Wenn wir als Volk Gottes prophetische Offenbarung von Gott erhalten, ist es, um Frucht hervorbringen zu können notwendig, die Bedeutung der Offenbarung zu verstehen.
Hierbei ist auch die Verbindung zu einem Propheten/einer Prophetin bzw. einer reifen prophetischen Person ratsam, der/die bei der Ergreifung der prophetischen Bedeutung behilflich ist.
Das Verständnis von Offenbarung ist der Kern der Interpretation über das, was Gott sagen möchte.
 
Die Veränderung der Blickrichtung
 
Um Gottes Stimme richtig hören zu können, ist es wichtig, dass wir dort, wo wir seine Gegenwart wahrnehmen, uns ihr im Glauben nähern (Anm.: Gott suchen), auch dann, wenn wir Gottes Weisung noch nicht eindeutig erkennen.
 
Je mehr wir uns dem offenbarenden Wesen Gottes nähern, intensiviert sich seine Gegenwart, was mit mehr Verständnis und auch Wärme/Hitze (Anm.: Gottes Wesen ist Feuer.; vgl. Hebräer 12,29) verbunden ist.
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Das Näherkommen steht meistens mit der Veränderung der Blickrichtung im Zusammenhang, weil wir uns bei solchen Ereignissen von unserem gewohnten Tagesablauf abwenden, um der ungewöhnlichen Erscheinung des HERRN auf die Spur zu kommen (vgl. 2.Mose 3,1-4 i.V.m. Matthäus 7,7).
 
2.Mose 3,1-4:
1 Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.
2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.
3 Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.
4 Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
 
Matthäus 7,7:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
 
Interpretation von Offenbarung
 
Es ist das Kennen und Verstehen des Wortes Gottes, die mit die Grundlage bilden, um prophetische Offenbarung genau auslegen zu können.
Um die prophetische Offenbarung des HERRN richtig interpretieren zu können, ist ein reines Herz von großer Bedeutung sowie der Wandel im Geist der Weisheit und Offenbarung (vgl. Matthäus 5,8 i.V.m. Epheser 1,17-18).
 
Matthäus 5,8:
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Die Hindernisse, die aufhalten Gottes Weisung richtig zu verstehen
 
Wir können als Volk Gottes seine prophetische Weisung nicht richtig verstehen, wenn unser Herz nicht im Einklang mit Gott ist wie z.B. durch Hochmut oder Unbelehrbarkeit.
Weiterhin kann es zu Hindernissen bei der richtigen Interpretation von Offenbarung kommen, wenn unsere Herzenshaltung den Menschen gegenüber, denen wir dienen, nicht die richtige Haltung ist.
 
Demut und Glauben
 
Demut und Glauben sind der Grundbestandteil, um die Weisung Gottes ehrbar den Menschen zu übermitteln.
 
Das Erkennen der Zeichen der Zeit
 
Um die Zeichen der Zeit richtig zu erkennen, ist es unabdingbar von neuem geboren (Anm.: von oben => geisterfüllt) zu sein und sich vom Heiligen Geist führen zu lassen, ohne das erlernte Wissen vor den Glauben zu stellen (vgl. Johannes 3,3 i.V.m. Matthäus 16,1-3).
 
Johannes 3,3:
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
 
Matthäus 16,1-3:
1 Da traten die Pharisäer und Sadduzäer zu ihm; die versuchten ihn und forderten ihn auf, sie ein Zeichen vom Himmel sehen zu lassen.
2 Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot.
3 Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des Himmels könnt ihr urteilen; könnt ihr dann nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?
 
Wissen und Glauben
 
Wenn wir unser erlerntes Wissen vor den Glauben stellen, bewegen wir uns in einem Wissen über Gott, jedoch nicht in einem wahrhaftigen Kennen.
Wahrhaftiges „Gott – Kennen“ in diesem Kontext bedeutet, eine lebendige Beziehung durch Jesus Christus, den Sohn Gottes zum himmlischen Vater zu haben. Dieses Kennen trägt das ewige Leben (vgl. Johannes 17,3 i.V.m. Johannes 3,16; Johannes 14,6).
 
Johannes 17,3:
3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Das Kennen des Wortes Gottes und der geschulte Charakter
 
Um näher auf das Erkennen der Zeichen der Zeit einzugehen, ist es weiterhin notwendig, dass wir das Wort Gottes gut kennen und einen geschulten Charakter besitzen.
 
Zum Beispiel treten bei der Verzückung von Simon Petrus in Apostelgeschichte 10,6.9-23 mehrmals Dinge auf, die, wenn wir das Wort Gottes gut kennen, uns im Geist auf unserem Glaubensweg ermutigen.
Bei der o.g. Bibelstelle wurde Simon Petrus dreimal vom Heiligen Geist auf das Predigen unter den Heiden aufmerksam gemacht, während er sich im Haus eines Mannes aufhielt, der den selben Vornamen wie er trug.
 
Apostelgeschichte 10,6.16.19:
6 Der ist zu Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt. …
16 Und das geschah dreimal; und alsbald wurde das Tuch wieder hinauf genommen gen Himmel. …
19 Während aber Petrus nachsann über die Erscheinung, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich; …
 
Der Name „Simon“ bedeutet „Erhörung oder Gott erhört.“, und die Zahl „3“ steht in diesem Zusammenhang mit dem neuen Weg in Jesus Christus, dem Gestorbenen und Auferstandenen, da er nach drei Tagen von den Toten auferstand und sich zur Rechten Gottes setzte.
 
Gott erhörte im Fall von Petrus die Gebete des Hauptmanns Kornelius und achtete auf die von ihm aus freiem Herzen gegebenen Almosen (vgl. Apostelgeschichte 10,4).
 
Apostelgeschichte 10,4:
4 Er (Anm.: Kornelius) aber sah ihn an, erschrak und fragte: Herr, was ist? Der sprach zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind vor Gott gekommen und er hat ihrer gedacht.
 
Um in der Lage zu sein, wie Simon Petrus auf die Zeichen Gottes aufmerksam zu werden, können uns folgende 10 Fragen dienen:
  1. Wenn das erlebte Ereignis ein Traum wäre, was würde es bedeuten?
  2. Ist in der Aussage ein Wortspiel hinter dem Zeichen bzw. Ereignis des HERRN zu erkennen?
  3. Existiert eine Übereinstimmung zwischen dem symbolischen Geschehen und dem Geschehen in der Gemeinde Jesu bzw. der persönlichen Gemeinde/Gemeinschaft, Nation oder der Welt?
  4. Ist der Beweis eines göttlichen Zeitpunkts erkennbar?
  5. Geht das Geschehen in Übereinstimmung mit irgendwelchen besonderen Daten, wie Ferien, biblischen Feiertagen oder Jahrestagen?
  6. Stehen irgendwelche besonderen Zahlen mit dem Ereignis im Zusammenhang?
  7. Wie stimmen die Geschehnisse mit der symbolischen Sprache der Bibel überein?
  8. Ist bei dem Geschehen der Beweis für ein Paradigmenwechsel, besonders von Stolz zu Demut, in den Menschen erkennbar?
  9. Ist das Geschehen in eine prophetische Zeitlinie zu setzen?
  10. Wie möchte Gott, dass auf das offenbarende Ereignis geantwortet wird?
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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