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Der Umgang mit Verlust und Gottes Weisung

28.10.2017, Daniel Glimm


Einleitung
 
=> Wenn wir uns in einer Wüstenerfahrung (Anm.: herausfordernde Lebenssituation) befinden, kommt es häufig vor, dass der HERR uns unsere Verheißung zeigen möchte. Dadurch erhalten wir die Gelegenheit, entweder das Wort der Verheißung mit dem Glauben zu verbinden oder uns dafür zu entscheiden die Angst vor den widerstandsfähigen Kräften zu kultivieren, denen wir uns auf unserer Suche nach Gott stellen müssen, um befähigt zu sein die Verheißung zu erleben.
 
Eine der größten Gefahren der Wüstenzeit ist es, dass wir uns dafür entscheiden können, nicht mit dem richtigen Verständnis zum Kampf über unserer verheißenes Erbe voranzugehen.
Zur Zeit der Wüstenwanderung Israels wurde eine ganze Generation von den Führungskräften in die Irre geführt, die das Volk davon abhielten in den Kampf zu ziehen, weil sie nicht bereit waren Gottes Verheißung für ihr Leben einzulösen.
 
Wenn wir uns in der Wüste befinden, haben wir dieselbe Wahl, wie das Volk Israel.
Entweder wir vertrauen auf Gottes Treue und sind zugleich mit Vorfreude erfüllt, oder wir geben der Angst nach und lassen uns dadurch verängstigen.
Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, was Gott in der Vergangenheit getan hat und uns entscheiden, daran zu glauben, dass er es wieder tun wird.
Wir sollten uns nicht in der Zeit der Wüste auf unser Problem konzentrieren und im Unglauben verärgert sein.
 
Wir entscheiden es, ob wir in herausfordernden Lebensumständen unsere Hände in Lobpreis erheben und ihm unser Leben anvertrauen oder unsere Hände in Verzweiflung erheben und zugleich versuchen, unseren eigenen Weg zu finden. Wir haben immer eine Wahl und die Wahl, die wir treffen, bestimmt unsere Zukunft. <= (Anmerkung: Auszug aus dem Gebetsbrief von Chuck D. Pierce, Glory Of Zion International Ministries vom 26.10.2017)
 
Der Tod von Nadab und Abihu
 
Manchmal tragen diese Wüstenerfahrungen den Verlust eines geliebten Menschen mit sich.
Wir können solche Situationen auch im Wort Gottes finden, weil es für unseren himmlischen Vater wichtig ist, solche Ereignisse festzuhalten, um uns dabei zu helfen, wie mit solchen Umständen umzugehen ist.
 
Ein Ereignis ist der Tod der beiden Söhne Aarons, die unvorbereitet in die Gegenwart Gottes eintraten und deshalb starben (siehe 3.Mose 10,1-2).
 
3.Mose 10,1-2:
1 Und Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder seine Pfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten so ein fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.
2 Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN.
 
Jemand sagte einmal über dieses Ereignis, dass es sich die Söhne Aarons mit ihrem ganzen Herzen so sehr wünschten in der Gegenwart Gottes zu sein, was sie dazu brachte, das von Gott festgelegte Protokoll zu vergessen, so dass sie starben.
Dieses Ereignis erschütterte das Herz ihres Vaters Aaron, der zu dieser Zeit im Amt des Hohenpriesters tätig war.
 
Trotz dieses Ereignisses ermutigte und wies Mose Aaron an, den Ort der Gegenwart Gottes nicht zu verlassen. Weil er von Gott gesalbt (Anm.: eingesetzt/berufen) war, um seine Berufung zu erfüllen und für das Volk Israel als Hohepriester zur Verfügung zu stehen (vgl. 3.Mose 10,7).
 
3.Mose 10,7:
7 Ihr sollt auch nicht hinweggehen von der Tür der Stiftshütte, ihr würdet sonst sterben; denn das Salböl des HERRN ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte.
 
Wenn wir in unserem Leben mit ähnlichen schmerzhaften Umständen konfrontiert sind, ist es wichtig, dass wir uns mit all den inneren Schmerzen in die Gegenwart des himmlischen Vaters begeben, um nicht in die Gefahr zu laufen im Schmerz stecken zu bleiben!
Es ist Gottes Verlangen, uns in eine neue Zeit und in tiefer in die Verheißung, die er für uns hat, hineinzuführen.
 
Abraham und die Überwindung des Traumas
 
Abraham, unser Vorvater des Glaubens, verstand dieses Prinzip, während sein Vater Terach/Tharah im Trauma steckenblieb.
 
Abrahams Verlassen von Ur (Anm.: bedeutet „Mondstadt“= Stadt der Dunkelheit) in Chaldäa (Anm.: bedeutet „mannhaft, kriegerisch“= eigene Stärke)
 
Während ich über den Traum nachdachte, erinnerte mich der HERR an unseren Vorvater des Glaubens Abraham als er sich in der Übergangsphase befand, wo er die Stadt Ur in Chaldäa mit seinem Vater Terach bzw. Tharah (Anm.: bedeutet „Zauderer“= eine Person, die keine klaren Entscheidungen trifft; vgl. Jakobus 1,6-8 oder bedeutet in der selben Aussprache auch „die Haut ritzen“= Selbstzerstörung/ sich nicht selbst vergeben, aufgrund des Gefühls von Mitschuld an dem Verlust bzw. Tod einer Person, vgl. 3.Mose 19,28) und einigen seiner Familienmitglieder verließ (vgl. 1.Mose 11,27-32 i.V.m. 1.Mose 12,1.4).
 
1.Mose 11,27-32:
27 Dies ist das Geschlecht Terachs (Anm.: Tharahs): Terach zeugte Abram, Nahor und Haran; und Haran zeugte Lot.
28 Haran aber starb vor seinem Vater Terach in seinem Vaterland zu Ur in Chaldäa.
29 Da nahmen sich Abram und Nahor Frauen. Abrams Frau hieß Sarai und Nahors Frau Milka, Harans Tochter, der der Vater war der Milka und der Jiska.
30 Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind.
31 Da nahm Terach seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn seines Sohnes Haran, und seine Schwiegertochter Sarai, die Frau seines Sohnes Abram, und führte sie aus Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. Und sie kamen nach Haran und wohnten dort.
32 Und Terach wurde zweihundertundfünf Jahre alt und starb in Haran (Anm.: Charan).
 
1.Mose 12,1:
1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. …
4 Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran zog.
 
Die Niederlassung des Vaters von Abraham, Terach/ Tharah in Haran zeigt auf, dass seine Seele durch den Tod seines Sohnes Haran verletzt wurde, was in ihm ein emotionelles Gefühl von Schmerz weckte, das ihn in Form von Leid blockierte seinen gegenwärtigen Umstand zu verlassen und in das Land seiner Bestimmung „Kanaan“ (Anm.: bedeutet „Niederung, Niederland“= das Wurzelwort von „Kanaan“ ist „Kana“ und bedeutet „die Knie zu beugen“= ein Zeichen von Demut) einzutreten.
 
Der Stachel vom Tod
 
Der Tod hat einen Stachel, der Schmerz in unserem Herzen bzw. unserer Seele verursacht.
Deshalb ist es notwendig, dass wir mit dem Schmerz von Verlust richtig umgehen, so dass dieser uns nicht in unserem Leben davon abhält in unsere gute Zukunft bzw. Fülle einzutreten, die der himmlische Vater für uns bereitet hat (vgl. 1.Korinther 15,55-56 i.V.m. Lukas 9,62; Philipper 3,13-14).
 
1.Korinther 15,55-56:
„... 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?
56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.“
 
Auch wenn Paulus von dem Stachel in Form von Sünde spricht, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass auch das Gefühl von Schmerz wie ein stechender Stachel in unserm Herzen sein kann.
 
Lukas 9,62:
62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
 
Philipper 3,13-14:
13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich es ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, 14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
 
Der Sterbeort von Terach/ Tharah
 
Anhand des Sterbeortes von Terach können wir den stechenden Schmerz erkennen, der ihn in seinem Leben nicht über den Verlust seines Sohnes Haran (Anm.: „Haran“ bedeutet „bergig, Weg oder Straße“) hinweg kommen ließ.
Der Name der Region „Haran“ bzw. „Charan“ bedeutet „ein dürrer Ort oder ausgedörrt durch die Sonne“ (Anm.: = ermüdet durch schmerzhafte Erfahrungen).
 
Die Zeit des Trauerns und die Zeit der Freude
 
Das bedeutet jedoch nicht, dass uns von Gott als Menschen nicht gestattet ist zu trauern.
Im Gegenteil, Gott gibt uns genügend Zeit z.B. über den Verlust von Menschen, die wir geliebt haben zu trauern. Das wird z.B. deutlich als Aaron auf dem Berg Hor starb und das Volk Israel ihn für dreißig Tage beweinte (vgl. 4.Mose 20,29 i.V.m. 4.Mose 33,38-39).
 
4.Mose 20,29:
29 Und als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron tot war, beweinten sie ihn dreißig Tage, das ganze Haus Israel.
 
4.Mose 33,38-39:
38 Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN und starb dort im vierzigsten Jahr des Auszugs der Israeliten aus Ägyptenland am ersten Tag des fünften Monats, 39 als er hundertdreiundzwanzig Jahre alt war.
 
Trotz allem Verlust, den wir in unserem Leben zu unterschiedlichen Zeiten gegenüberstehen, sollten wir unserem Herzen bewusst machen, dass wir die Phase der Trauer siegreich abschließen müssen, um in der Lage zu sein in Freude weiter im Leben voranzugehen und in die nächste Zeitperiode der Ernte einzutreten, die eine Phase der Freude ist (vgl. Psalm 126,5-6).
 
Psalm 126,5-6:
5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.
6 Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.
 
Gottes zugeteilte Liebe, die Trost bringt
 
Als Isaak seine Mutter verlor, trug auch er einen tiefen Schmerz, der ihn jedoch nicht auf die Weise beherrschte, dass er sich vor seiner guten Zukunft verschloss, sondern er öffnete seine Arme für eine noch tiefere Liebe, die Gott ihm zuteilte und zwar Rebekka, die ihm half über den Schmerz der Vergangenheit hinweg zu kommen, so dass er nicht anfing zu leiden (vgl. 1.Mose 24,67).
 
1.Mose 24,67:
67 Da führte sie Isaak in das Zelt seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka und sie wurde seine Frau und er gewann sie lieb. Also wurde Isaak getröstet über seine Mutter.
 
Ich möchte hiermit jeden Einzelnen ermutigen es nicht zuzulassen, sich vom „bitteren Wasser“ des vergangenen Schmerzes/ Trauma in der gegenwärtigen Zukunft beherrschen zu lassen, sondern mit dem Schmerz richtig umzugehen, indem man diesen an Jesus Christus abgibt (vgl. Jesaja 53,4) und nach Gemeinschaft mit denen sucht, die einen ähnlichen Charakter bzw. eine ähnliche Vision wie man selbst trägt, so dass man aufgebaut und gestärkt weiter den Weg vorangeht.
 
Jesaja 53,4:
4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
 
Lasst uns vollständig das mittlere Kreuz von Golgatha umarmen und die gesamte Kraft des Sieges vom Lamm Gottes, das Jesus Christus ist empfangen, der für uns geschlachtet wurde.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Zuversicht,
 
Daniel Glimm




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