zurück zur Übersicht


Die biblischen Feste und das Handeln Hesekiels und Elijas

10.10.2017, Daniel Glimm


Das Feiern der biblischen Feste
 
Das Feiern der biblischen Feste beinhaltet für uns als Gläubige in Jesus Christus kein Zelebrieren aus Gesetzlichkeit, sondern ein Feiern aus dem Blickwinkel der Freiheit und Offenbarungserkenntnis in Jesus Christus.
 
Hesekiel und die Annäherung zur Tempelquelle
 
Wir können z.B. anhand der Vorgehensweise von Hesekiel als er sich in der Vision auf Anweisung des Engels der Tempelquelle näherte, einen Bezug zu den von Gott festgelegten biblischen Festen erkennen, die mit der Zunahme des Heiligen Geistes auf der Erde verbunden sind (vgl. Hesekiel 47,1.3-5 i.V.m. 2.Mose 34,23-24).
 
Hesekiel 47,1.3-5:
1 Und er führte mich wieder zu der Tür des Tempels. Und siehe, da floss ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten; denn die vordere Seite des Tempels lag gegen Osten. Und das Wasser lief unten an der südlichen Seitenwand des Tempels hinab, südlich am Altar vorbei. …
3 Und der Mann ging heraus nach Osten und hatte eine Messschnur in der Hand, und er maß tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen; da ging es mir bis an die Knöchel.
4 Und er maß abermals tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Knie; und er maß noch tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Lenden.
5 Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, dass man schwimmen musste und nicht hindurchgehen konnte.
 
2.Mose 34,23-24:
23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels.
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.
 
Die Anstiegsphase des Wassers der Tempelquelle
 
Da das Wasser in der Vision Hesekiels aus dem Tempel herausfloss und es sich hierbei um kein stehendes Gewässer, sondern um ein fließendes Gewässer handelte, kann man das Wasser als den von Gott geweihten Zeitlauf/Zeitzyklus mit seinen von ihm festgelegten Zeitpunkten betrachten.
Auf die Weise wie die Zeit nicht stehenbleibt, sondern voranschreitet, floss ebenfalls das Wasser aus dem Tempel heraus.
 
Jede einzelne Anstiegsphase des Wassers der Tempelquelle war mit dem Gehorsam Hesekiels und dem Maß der göttlichen Ordnung des himmlischen Vaters verknüpft, weil der Engel eine Messschnur in der Hand hielt, mit der er nach jedem Schritt von Hesekiel 1000 Ellen abmaß.
 
Die Zahl „1000“ steht in diesem Kontext in Verbindung mit dem „Vollmaß Gottes“.
Es gab insgesamt vier Phasen der Zunahme, die uns auf folgende Zeitfenster Gottes aufmerksam machen sollen:
  1. das Wasser bis zu den Knöcheln Hesekiels => Pessach (Anm.: Vergebung und Erlösung durch das Blut des Lammes)
  2. das Wasser bis zu den Knien Hesekiels => Schawuot/das Fest der Wochen/Pfingsten (Anm.: beinhaltet die Vertrauensgabe Gott gegenüber für die kommende Versorgung/die Gabe von übernatürlicher Offenbarung – das Geben der Thora/Ausgießung des Heiligen Geistes)
  3. das Wasser bis zur Hüfte Hesekiels => Sukkot/Laubhüttenfest (Anm.: Fest der Herrlichkeit Gottes/Danksagung für die von Gott gegebene Ernte)
  4. das Wasser, das den gesamten Körper von Hesekiel bedeckte => der geisterfüllte Wandel des Leibes Jesu in den Zeitfenstern Gottes und in der Fülle seiner Herrlichkeit
Das Hinaufsteigen von Elija auf den Berg Karmel
 
Wenn wir das Hinaufsteigen von Elija auf den Berg Karmel und seine geistliche Geburtshaltung betrachten sowie seinen Leib (Anm.: Kopf, Knie und Füße) in die drei von Gott festgesetzten Festzeiten gemäß 2.Mose 23,14-17 einteilen, bei denen es sich:
  1. um das Pessachfest/Sieg Jesu am Kreuz im ersten biblischen Monat „Abib/Nissan“ (Anm.: die Füße von Elija; Fuß des Berges Karmel),
  2. das Schawuot-/ Pfingstfest im dritten biblischen Monat „Siwan“ (Anm.: die Knie von Elija; Gebetsort von Elija auf dem Berg Karmel) und
  3. das Sukkot-/ Laubhüttenfest im siebenten biblischen Monat „Tischri/Ethanim“ (Anm.: der Kopf von Elija; die Spitze des Berges Karmel) handelt,
kann man heutzutage Elija als Repräsentant des prophetischen Leibes Jesu betrachten, der auf die drei von Gott festgelegten biblischen Feste im temporären Zeitzyklus eines Jahres aufmerksam macht, weil das biblische Jahr gemäß der biblischen – hebräischen Sichtweise einem Berg gleichkommt, bei dem der Beginn des neuen Jahres im Segenszyklus Gottes „Rosch ha-Schana“ genannt wird, was „Spitze/Kopf des Jahres“ bedeutet.
 
2.Mose 23,14-17:
14 Dreimal im Jahr sollt ihr mir ein Fest feiern: 15 Das Fest der Ungesäuerten Brote sollst du so halten, dass du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen (Anm.: Pessach) – erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir! –, 16 und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast (Anm.: Schawuot – Fest der Wochen/Pfingsten), und das Fest der Lese am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom Felde (Anm.: Sukkot – Laubhüttenfest).
17 Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alles, was männlich ist unter dir.
 
Das Hinaufgehen Elijas auf den Berg Karmel ist ein Aufmerksammachen auf den Wert der biblischen Feste innerhalb der temporären Zeit eines Jahres.
 
Es war die Fürbitte Elijas und das siebenmalige Hinaufgehen seines Dieners zur Spitze des Berges, die die herrliche Manifestation der kreativen Hand Gottes hervorbrachte, die ein Zeichen Gottes war, der darauf aufmerksam machte, dass er seinen Plan auf der Erde durch die Kraft des Glaubens formen würde.
 
Es war kein Zufall, dass der Diener Elijas siebenmal zur Spitze des Berges aufsteigen musste, um letztendlich die Hand Gottes sehen zu können. Es ist der siebente Monat „Tischri/Ethanim“ im Segenszyklus Gottes, der den Beginn des neuen biblischen Jahres, die zehn Tage der Ehrfurcht, Jom Kippur – der große Versöhnungstag und das Sukkot-/ Laubhüttenfest in sich trägt, welches das Fest ist, das die Herrlichkeit Gottes, nämlich Jesus Christus feiert (vgl. 2.Mose 40,34-35; 1.Könige 8,2.10-13 i.V.m. Johannes 1,14).
 
2.Mose 40,34-35:
34 Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.
35 Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte hineingehen, weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte.
 
1.Könige 8,2.10-13:
2 Und es versammelten sich beim König Salomo alle Männer in Israel am Fest im Monat Ethanim, das ist der siebente Monat. …
10 Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN, 11 so dass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.
12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
13 So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung, eine Stätte, dass du ewiglich da wohnest.
 
Johannes 1,14:
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
Elija brachte durch seine geistliche Geburtshaltung das übernatürliche Rauschen in seinen Ohren (Anm.: die übernatürliche Ausgießung Gottes) in die Position seiner Knie, was ein Hinweis auf ein bußfertiges und demütiges Herz ist, um befähigt zu sein die Worte zu beten bzw. zu sprechen, die der Geist spricht.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




TOP