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Die Götzenentfernung aus Ephesus und die erste Liebe

23.09.2017, Daniel Glimm


Die Botschaft der Gerechtigkeit in Ephesus
 
Der Apostel Paulus wurde im Auftrag von Jesus Christus zu den Heidenvölkern gesandt, um ihnen das Evangelium zu verkünden. Hierbei besuchte er verschiedene Städte und Länder, wobei ich in dieser Botschaft auf den Aufenthalt von Paulus in der Stadt Ephesus eingehen möchte, wo er die Ungerechtigkeit bzw. Korruption (Anm.: Götzendienst => falsche Verehrung) in der Wirtschaft von Ephesus konfrontierte.
 
Die Botschaft, die Paulus predigte, nämlich die Wahrheit und Gerechtigkeit in Jesus Christus, veranlasste die Menschen in der Gesellschaft von Ephesus unter der Führung von Demetrius (Anm.: bedeutet „der zur Erde gehörende“ => irdisch gesinnt) zu einem schweren Aufruhr, weil man sich gegen die Gerechtigkeit, die Paulus predigte entschied, um weiterhin Götzentempel herzustellen, um das persönliche wirtschaftliche Wohlergehen aufrechtzuerhalten.
 
Die führenden Persönlichkeiten in der Wirtschaft des Handwerks von Ephesus hatten kein Interesse daran, die wahre Gerechtigkeit in Jesus Christus zu empfangen. Sie zogen es stattdessen lieber vor, ein unerrettetes Leben im irdischen Wohlstand zu leben (vgl. Apostelgeschichte 19,23-29a).
 
Apostelgeschichte 19,23-29a:
23 Es erhob sich aber um diese Zeit eine nicht geringe Unruhe über den neuen Weg.
24 Denn einer mit Namen Demetrius, ein Silberschmied, machte silberne Tempel der Diana und verschaffte denen vom Handwerk nicht geringen Gewinn.
25 Diese und die Zuarbeiter dieses Handwerks versammelte er und sprach: Liebe Männer, ihr wisst, dass wir großen Gewinn von diesem Gewerbe haben; 26 und ihr seht und hört, dass nicht allein in Ephesus, sondern auch fast in der ganzen Provinz Asien dieser Paulus viel Volk abspenstig macht, überredet und spricht: Was mit Händen gemacht ist, das sind keine Götter.
27 Aber es droht nicht nur unser Gewerbe in Verruf zu geraten, sondern auch der Tempel der großen Göttin Diana wird für nichts geachtet werden und zudem wird ihre göttliche Majestät untergehen, der doch die ganze Provinz Asien und der Weltkreis Verehrung erweist.
28 Als sie das hörten, wurden sie von Zorn erfüllt und schrien: Groß ist die Diana der Epheser!
29a Und die ganze Stadt wurde voll Getümmel; …
 
Korruption aus der Sicht Gottes
 
Aus der Sicht Gottes findet Korruption dort statt, wo Menschen in ihrem Leben die Dinge wichtiger erachten als die Gemeinschaft mit ihm selbst. Das hat zur Folge, dass die Zeit sowie der Wohlstand der Menschen in die Bereiche des Lebens fließt, die sie als wichtig sehen, so dass es zu einem Raub gegenüber der von Gott festgelegten Wirtschaft kommt, die die Wirtschaft des ewigen Königreichs ist.
 
Die priorisierte Positionierung des HERRN (Anm.: Gott an die erste Stelle zu setzen) im Leben eines Menschen ist der Schlüssel für größeren Segen bzw. Erfolg (vgl. Matthäus 6,33).
 
Matthäus 6,33:
33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles (Anm.: irdische Versorgung) zufallen.
 
Das Verhalten der Menschen von Ephesus, die für ihre silbernen Götzentempel bezahlten, um sie zu Hause aufstellen zu können, bedeutet auf die Menschheit heutzutage übertragen, dass es ein Hinweis auf die Liebe zu den Dingen ist, die für wichtiger erachtet werden als die Gemeinschaft mit Gott, dem himmlischen Vater.
Da das hebräische Wort „Silber – käṡäṗ“ im Zusammenhang mit „Geld“ steht, weist die Miniatur des silbernen Tempels der Diana bzw. der Himmelskönigin auf das Vertrauen in der Sicherheit zum Geld hin.
 
Wer ist die Himmelskönigin?
 
=> Es ist die Göttinnenfigur, die von den alten Völkern (Anm.: z.B. von den Babyloniern) verehrt und von den Juden angenommen wurde.
Sie wurde vor allem von Frauen angebetet und hatte ebenfalls in der Königszeit von Israel einen festen Kult (vgl. Jeremia 7,17-18; Jeremia 44,17). Ihre Symbole waren die Mondsichel und der Venusstern.
Menschen sahen in der Verehrung der Gottheiten, die von ihnen das Recht erwarben, um verehrt zu werden als Ergebnis ein Naturereignis, eine Katastrophe oder ein astrales Ereignis, das dazu führte, dass die bildliche Darstellung und Anbetung der Gottheiten erhöht bzw. erzeugt wurde.
Diana von Ephesus wurde z.B. als eine Göttin angebetet, die vom Himmel fiel.
Die Religion hat um dieses Ereignis herum, Götzen herstellen und Tempel bauen lassen, um eine Unterkunft für ihre Götzenabbildungen bereitzustellen (vgl. Apostelgeschichte 19,35).
Venus, Astarte, Aphrodite, Ischtar, Anat und die biblische Aschtoret sind alle Göttinnen für die Bezeichnung der Himmelskönigin.
Die Himmelskönigin ist eine Fruchtbarkeitsgöttin, die mit Liebeskuchen, berauschenden Weihrauchsopfern und verschiedenen Trankopfern angebetet wurde.
Ihre Bezeichnung als Himmelsgöttin gegenüber einer irdischen Gottheit oder der, der Unterwelt, zeigt auf, das diese Göttin mit himmlischen Körpern des Alls und mit astraler Anbetung verbunden war.
Es wurde angenommen, dass sie von ihrer hohen Wohnstatt, von der sie gesehen wurde, hin und her auf die Erde pendelte, was die Grundlage ihrer Kräfte war, die gesehen wurden, um die Elemente und Kräfte des Himmels und der Erde zu umfassen.
Die Fruchtbarkeitsriten, die mit dieser Göttin verbunden wurden, beinhalteten alle Arten von großen, unmoralischen Ritualen, welche die ausgeführte Charakteristik des Fruchtbarkeitskultes war.
Die Göttin wurde geehrt für ihre Gunst und ihren Schutz auf der Erde sowie für ihre großzügigen Ernten und einfachen Geburten von Kindern. <= (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 460 und 461)
 
Die Liebe zum Geld und ihre Wurzel
 
Es ist die Liebe zum Geld, die die Wurzel für alles Böse ist und dazu führt, dass keine wahrhaftige Beziehung zu Gott, dem Vater in Jesus Christus aufgebaut werden bzw. existieren kann (vgl. 1.Timotheus 6,10).
 
1.Timotheus 6,10:
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
 
Es waren z.B. dreißig Silberlinge, die den Apostel Judas Iskariot dazu verleiteten Jesus Christus zu verraten (vgl. Matthäus 26,14-15).
 
Matthäus 26,14-15:
14 Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, hin zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.
 
Die göttliche Erschütterung
 
Immer zu den Zeitpunkten, wenn Gott durch seine apostolische Salbung die Korruption (Anm.: falsche Verehrung => falsch gesetzte Prioritäten) in den jeweiligen Aufgabenfeldern der Gesellschaft sowie im persönlichen Leben eines Menschen konfrontiert, kommt es zu einer Erschütterung in den genannten Bereichen von den Dingen, die sich entgegen dem Willen Gottes bewegen (vgl. Hebräer 12,26-27).
 
Hebräer 12,26-27:
26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (vgl. Haggai 2,6): „Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.“
27 Dieses „Noch einmal“ aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann.
 
Die göttliche Erschütterung hat zur Folge, dass es zu einer Umwandlung kommt, die vor den Augen Gottes Bestand hat.
Die Umwandlung steht in Verbindung mit der Abnahme von falschen Strukturen und der Veredelung von etablierten richtigen Strukturen.
Wenn wir keine Götzen in unserem Herzen besitzen (Anm.: Dinge, die unser Herz vereinnahmt haben) bzw. der HERR diese durch seine heilige Erschütterung zerbrochen hat, gibt es nichts, woran unser Herz hängen kann als an Jesus Christus allein. Das hat zur Folge, dass wir in einer gesunden und geisterfüllten Beziehung mit Jesus Christus und dem Vater im Heiligen Geist leben, so dass wir ihn zuerst fragen, auf welche Weise wir unseren Wohlstand verwalten sollen. Dadurch investieren wir nicht mehr in die Dinge, die ihn nicht verherrlichen, sondern gebrauchen unseren von Gott gegebenen Wohlstand, um ihm alleine die Ehre zu geben.
 
Es ist letztendlich Jesus Christus, der das Feld der Wirtschaft von Korruption befreit, so wie er es bei der Befreiung des dämonisch besessenen Geraseners tat, wo Jesus die Schweine aus der Region entfernte, indem er die dämonischen Mächte aus dem Gerasener austrieb und ihnen erlaubte in die dort anwesende Schweineherde (Anm.: Symbol für Korruption in der Wirtschaft, weil Schweine gemäß dem Wort Gottes keine reinen Tiere sind; vgl. 3.Mose 11,7; 5.Mose 14,8) zu fahren, so dass sie in den See rannten und ertranken.
Aufgrund dessen war es nicht das Anliegen der in der Region der Gerasener lebenden Menschen, dass Jesus sich dort länger aufhielt, weil er die „Unreinheit – Korruption“ aus dem regionalen Wirtschaftsfeld entfernte, was für sie wirtschaftliche Einbußen zur Folge hatte (vgl. Lukas 8,26-37).
 
Lukas 8,26-27.30-37:
26 Und sie fuhren weiter in die Gegend der Gerasener, die Galiläa gegenüberliegt.
27 Und als er ans Land trat, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte böse Geister; er trug seit langer Zeit keine Kleider mehr und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabhöhlen.
30 Und Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Legion. Denn es waren viele böse Geister in ihn gefahren.
31 Und sie baten ihn, dass er ihnen nicht gebiete, in den Abgrund zu fahren.
32 Es war aber dort auf dem Berg eine große Herde Säue auf der Weide. Und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in die Säue zu fahren. Und er erlaubte es ihnen.
33 Da fuhren die bösen Geister von dem Menschen aus und fuhren in die Säue; und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See und ersoff.
34 Als aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkündeten es in der Stadt und in den Dörfern.
35 Da gingen die Leute hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, sitzend zu den Füßen Jesu, bekleidet und vernünftig, und sie erschraken.
36 Und die es gesehen hatten, verkündeten ihnen, wie der Besessene gesund geworden war.
37 Und die ganze Menge aus dem umliegenden Land der Gerasener bat ihn, von ihnen fortzugehen; denn es hatte sie große Furcht ergriffen. Und er stieg ins Boot und kehrte zurück.
 
Jesus Christus ist nicht nur gekommen, um Menschen zu befreien, sondern auch die Zeit zu erlösen sowie die verschiedenen Verwaltungs-/ und Autoritätsfelder auf der Erde freizusetzen.
 
Der Widerstand des Widersachers
 
In dem Moment, wo Satan, der Widersacher wahrnimmt, dass ihm der Wirtschaftsfluss in einer Region genommen wird, setzt dieser alle Kräfte des Widerstands in Bewegung, um den von Gott umgewandelten Wirtschaftsfluss aufzuhalten, indem er Menschen dazu animiert gegen die Gerechtigkeit Gottes vorzugehen.
Vor diesem feindlichen Angriff sollte man sich nicht fürchten, sondern in Jesus Christus wachsam sein und sich in der Nüchternheit des Geistes üben, um dem Feind entschieden entgegenstehen (vgl. Jakobus 4,7 i.V.m. 1.Petrus 5,8-9).
 
Jakobus 4,7:
7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
 
1.Petrus 5,8-9:
8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
9 Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.
 
Ephesus und die Führungsstellung
 
Es ist kein Zufall, dass Paulus in „Ephesus“, deren Name „Stadt des Verlangens“ bedeutet, den Götzendienst konfrontierte, weil Ephesus in den Augen des HERRN eine Führungsstellung besitzt, was in der Adressierung der gleichnamigen Gemeinde im Buch der Offenbarung deutlich wird, die als erstes von Jesus Christus angesprochen und dazu aufgerufen wurde, darauf zu achten in der ersten Liebe zu verbleiben (vgl. Offenbarung 1,1a.4-5).
 
Offenbarung 1,1a.4-5:
1a Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: …
4 Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlässt.
5 So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust.
 
Es ist wichtig, dass wir keinem Götzen (Anm.: größere Liebe zu anderen Dinge als zum HERRN) in unserem Herzen huldigen, weil Götzendienst zum Ergebnis hat, dass wir uns aus dem Bereich der ersten Liebe Gottes entfernen und in der Gefahr sind, unseren wahrhaftigen geistlichen Überblick zu verlieren.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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