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Das nach oben scheinende Licht der Menora

17.06.2017, Daniel Glimm


Einleitung
 
Da Jesus Christus von uns als seinem Volk sagte, dass wir das Licht der Welt sind, das nicht verborgen sein kann, möchte ich auf das nach vorne scheinende Licht der Menora (Anm.: der siebenarmige Leuchter), die vollkommen aus Gold bestand in der Stiftshütte eingehen (vgl. Matthäus 5,14-16 i.V.m. 4.Mose 8,1-4).
 
Matthäus 5,14-16:
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
 
4.Mose 8,1-4:
1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, sollst du sie so setzen, dass sie alle sieben von dem Leuchter nach vorwärts scheinen.
3 Und Aaron tat so und setzte die Lampen auf, dass sie von dem Leuchter nach vorwärts schienen, wie der HERR es Mose geboten hatte.
4 Der Leuchter aber war getriebenes Gold, sein Schaft und seine Blumen. Nach dem Bild, das der HERR dem Mose gezeigt hatte, machte er den Leuchter.
 
Die Vorgehensweise bei der Entzündung der Lampen der Menora
 
Mose wurde von Gott angewiesen zu Aaron zu sprechen und ihn anzuweisen, wie er die Menora zu entzünden hatte.
Es heißt, dass Aaron, die Lampen der Menora auf die Weise aufsetzen sollte, so dass alle sieben Leuchten ihr Licht nach vorne abgeben sollten.
Anhand dieses Vorgehens möchte ich auf einige Dinge eingehen, die uns dabei behilflich sein sollen zu verstehen, wie es zur göttlichen Ausleuchtung eines von Gott bestimmten Raumes kommt.
 
Das Schaubrot, das Brot Seines Angesichts
 
Das nach vorne scheinende Licht der Menora trug zu einem Lichtkegel bei, der den Schaubrottisch mit den zwölf Schaubroten (Anm.: das Brot seines Angesichts) im Heiligtum der Stiftshütte umstrahlte (vgl. 2.Mose 25,30; 2.Mose 26,35 i.V.m. 3.Mose 24,5-7).
 
2.Mose 25,30:
30 Und du sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mein Angesicht.
 
2.Mose 26,35:
35 Den Tisch aber setze außen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenüber an die Südseite in der Wohnung, dass der Tisch nach Norden zu steht.
 
3.Mose 24,5-7:
5 Und du sollst feinstes Mehl nehmen und davon zwölf Brote backen – zwei Zehntel soll ein Brot haben – 6 und sollst sie legen in zwei Reihen, je sechs in einer Reihe, auf den Tisch von feinem Gold vor dem HERRN.
7 Und sollst auf sie legen reinen Weihrauch, dass er als Gedenkopfer bei den Broten sei, ein Feueropfer für den HERRN.
 
Die umstrahlten zwölf Lagen des Schaubrots repräsentieren die Ordnung des Zeugnisses Jesu, welches der Geist der Prophetie ist (vgl. Offenbarung 19,10e).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Es ist die Kraft der Prophetie, die wie ein Licht fungiert und sich nicht unabhängig vom Wort und Geist Gottes bewegt (vgl. 2. Petrus 1,19-21).
 
2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
 
Der Ort, an dem Gott sein Licht leuchten lässt
 
Zuallererst ist es wichtig zu erkennen, an welchen Orten Gott sein Licht leuchten lassen möchte, und es ist meistens dort, wo es dunkel bzw. finster ist, um Klarheit hervorzubringen (vgl. 1.Mose 1,1-3 i.V.m. Matthäus 4,15-16).
 
1.Mose 1,1-3:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
 
Matthäus 4,15-16:
15 „Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa, 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht (Anm.: Jesus Christus) gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.“
Gott lässt in erster Linie sein Licht durch Jesus Christus dem Lamm Gottes leuchten, weil das Lamm die Charaktere einer Leuchte besitzt, weshalb es auch kein Zufall war, dass Jesus Christus als er auf der Erde in Fleisch und Blut wandelte als großes Licht von den Menschen gesehen wurde (vgl. Offenbarung 21,23 i.V.m. Matthäus 4,16).
 
Offenbarung 21,23:
23 Und die Stadt (Anm.: das messianische/gesalbte Jerusalem) bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
 
Matthäus 4,16:
„… 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht (Anm.: Jesus Christus) gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.“
 
Das Lamm Gottes ist eine Facette des Geistwesens von Jesus Christus, das in der unsichtbaren Welt den irdischen Aufenthalt Jesu in der temporären Zeit (Anm.: zirka 33 Jahre; vgl. Lukas 3,23) sowie seinen endgültigen Sieg in sich trägt, den er am mittleren Kreuz von Golgatha errang.
 
Das Aufsetzen und Entzünden der Lampen
 
In 4.Mose 8,2 wird uns davon berichtet, dass Aaron (Anm.: bedeutet „Lichtberg, Erleuchtung“) die Lampen der voll aus Gold bestehenden Menora aufsetzen sollte, damit sie nach vorne hin scheinen. Das an dieser Stelle verwendete hebräische Wort für „aufsetzen“ ist „'ālāh“ und bedeutet auch „hinaufgehen, aufsteigen. Weiterhin bezeichnet es die Fortbewegung von einem niedrigen Ort zu einem höheren Ort.“
Das hebräische Wort für das „nach vorne scheinende Licht“ ist “'ôr” und meint unter anderem „die Urquelle des Lichtes/das Tageslicht als erstes Schöpfungswerk Gottes sowie Ausleuchtung, hell, herrlich, entzündet sein, Freude”. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „'ālāh“ mit der Wortschlüsselnummer 6045 und dem Wort “'ôr” mit der Wortschlüsselnummer 220)
 
Wenn wir an dieser Stelle auf die Attribute eingehen, die dazu beitrugen, dass die Menora gemäß Gottes Willen leuchtete, können wir erkennen, dass zuerst der Gehorsam Aarons gegenüber der Weisung Gottes durch Mose notwendig war.
Aaron stellt an dieser Stelle Heilige dar, die bereits über eine längere Zeit eine enge Beziehung mit Gott pflegen und dadurch geistlich reif sowie befugt sind, sich in einem hohen Offenbarungs-/ und Erkenntnisbereich des HERRN voranzubewegen, um den von Gott vorherbestimmten Raum mit göttlicher Offenbarungserkenntnis zu füllen.
Diese göttliche Erfüllung des Raumes steht eng mit der Entzündung des Geistes von Gläubigen in Verbindung (Anm.: so wie das Entzünden der Dochte bei den sieben Lampen der Menora), die sich in Einheit im Geist und in der Wahrheit im Reichtum des Glaubens voranbewegen sowie bereit sind in Jesus Christus auf eine höhere geistliche Ebene zu gehen.
Hierzu ist es erforderlich, dass die betreffenden Gläubigen einer geistlichen kompetenten Führung unterstellt sind, die sie durch Erkenntnis dazu befähigt bzw. absichert, höher im Geist zu gehen.
 
Die Seele des Menschen und die Flamme
 
Gemäß dem Wort Gottes ist die Seele des Menschen ein Licht bzw. eine Flamme (vgl. Sprüche 20,27).
 
Sprüche 20,27:
27 Eine Leuchte des HERRN ist des Menschen Geist (Anm.: Seele); er durchforscht alle Kammern des Innern.
 
Und gleichermaßen wie sich z.B. die Feuerflamme bei einer Kerze bewegt und ihren Weg immer nach oben sucht, so sollten auch wir als Gläubige in Jesus Christus ständig das Ziel verfolgen, höher im Geist zu gehen und in der Beziehung mit Gott dem Vater als Söhne heranzureifen (vgl. Römer 8,14).
 
Römer 8,14 (Rev. Elberfelder):
14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.
 
Die Aufgabe von kompetenter geistlicher Leiterschaft
 
Es ist die Aufgabe von kompetenten geistlichen Leitern, dass sie zur Entzündung der ihnen von Gott zugeteilten Gläubigen beitragen, indem sie das Feuer Gottes bei ihnen anwenden, damit die Gläubigen durch das frische Feuer des Geistes, welches seinen Sitz im Sieg bzw. Triumph Jesu hat, entzündet werden, um in der Zukunft noch intensiver zu leuchten (vgl. Lukas 12,49a).
 
Lukas 12,49a:
49a Ich (Anm.: Jesus Christus) bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; …
 
Der Docht und die Feuerflamme
 
Das an den Docht gebundene Feuer der sieben Lampen der Menora stellt das Verharren im Wort bzw. der Lehre Gottes dar, die wir in unserem Leben auf der Erde benötigen, so dass sich der Glaube in uns verstärkt und dessen Licht dazu beiträgt, die Realität der geistlichen Welt, wo Gott wohnt auf der Erde zu offenbaren (vgl. Römer 10,17 i.V.m. Hebräer 11,6).
 
Römer 10,17:
17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.
 
Hebräer 11,6:
6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
 
Der nach vorne scheinende Lichtkegel
 
Das Licht der entzündeten Lampen der Menora, kreierte einen nach oben bzw. vorne fallenden Lichtkegel, der den Raum, in dem die Menora stand mit Licht erfüllte. Dieses Licht ist gleichzusetzen mit der Charaktere des neuen anbrechenden Tages, so wie es das hebräische Wort “'ôr” für die Urquelle des Lichts beschreibt. Dieses Licht ist dazu bestimmt, die Dunkelheit zu vertreiben und Trennung zwischen Licht und Finsternis zu bringen (vgl. 1.Mose 1,3-5).
 
1.Mose 1,3-5:
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Das Geheimnis des Tageslichtes Gottes
 
Jesus Christus ist das Licht Gottes, das das Geheimnis des Zeitfensters vom ersten Tag der Schöpfung trägt.
Der erste Tag zeigt die Bewegung Jesu als Sohn Gottes vor dem Vater an, der zwischen der Sphäre des Vaters und der Erde “spielte” während er bewegt war, Gottes Ordnung der Dimension “Erde” wieder herzustellen.
Immer zu dem Zeitpunkt, wenn Jesus, der Sohn Gottes in der Sphäre auf der Erde vor dem Vater die Dinge zu Ende kreierte (Anm.: was einem spielenden Kind vor seinen Eltern gleichkommt, das nach dem Spielen nach hause kommt), kehrte er in die Arme seines Vaters zurück, was sich als Abend und Morgen auf der Erde widerspiegelte.
 
Um besser zu verstehen, wie Jesus vor Gott spielte und was er dabei kreierte, ist aus dem hebräischen Wort “'ôr” für “Licht/Tageslicht”, das in 1.Mose 1,3 verwendet wird zu entnehmen (Anm.: siehe oben).
Was Jesus vollzog war, dass er das Leben Gottes, seine Herrlichkeit, seine leidenschaftliche Liebe und seine Freude in die Erde hinein wob, in die Adam und Eva später und auch alle noch kommenden Generationen eintreten sollten.
Wir können uns freuen, dass wir in Ewigkeit in der vollkommenen Gegenwart seines ewigen Lichtes leben dürfen (vgl. Offenbarung 21,23)!
 
Offenbarung 21,23:
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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