zurück zur Übersicht


Die Zusammenarbeit zwischen Himmel und Erde

20.05.2017, Daniel Glimm


Die Erde gehört dem HERRN!

David schreibt im Psalm 24, dass alles auf der Erde dem HERRN gehört und was sie erfüllt (vgl. Psalm 24,1; 1.Korinther 10,26 i.V.m. Jeremia 23,24).
 
Psalm 24,1:
1 Ein Psalm Davids.
Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.
 
1.Korinther 10,26:
26 Denn „die Erde ist des Herrn und was darinnen ist.“
 
Jeremia 23,24:
24 Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR.
 
Diese o.g. Bibelstellen machen deutlich, dass Gott sich seiner erschaffenen Prozesse, die er in den verschiedenen Welten/Himmeln nach seiner Ordnung ablaufen lässt, bewusst ist.
In 1.Samuel 2,8b wird uns im Gebet von Hanna das Besitztum Gottes von der Welt offenbart, indem es dort heißt: „Denn der Welt Grundfesten sind des HERRN, und er hat die Erde darauf gesetzt.“
 
Die Säulen der Erde
 
Die Säulen bzw. Grundfesten der Erde beinhalten die grundlegende Unterstützung der Erde.
Sie wurden für diese Aufgabe von Gott erschaffen bzw. bestimmt, so dass sie unter anderem auch auf die Last von Sünde reagieren.
Wenn die Sünde auf der Erde überhand nimmt, ist es die Last der Ungerechtigkeit (Anm.: ein volles Maß), die die Säulen der Erde über die tektonischen Platten dazu veranlasst, ihr Fundament zu erschüttern, damit die Bewohner der Erde Gerechtigkeit lernen (vgl. Jesaja 26,9 i.V.m. Jesaja 24,20).
 
Jesaja 26,9:
9 Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.
 
Jesaja 24,20:
20 Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie eine schwankende Hütte; denn ihre Missetat drückt sie, dass sie fallen muss und nicht wieder aufstehen kann.
 
Die „Schilde“ der Erde
 
Weiterhin besitzt die Erde sogenannte „Schilde“, die der Macht von Königen gleichkommt. Diese „Einrichtung“ zählt ebenfalls zu Gottes erschaffener Schöpfung (vgl. Psalm 47,10 i.V.m. Psalm 89,19).
 
Psalm 47,10:
10 Die Edlen der Völker haben sich versammelt mit dem Volk des Gottes Abrahams; denn die Könige (Anm.: Schilde) der Erde sind Gottes; er ist sehr erhaben.
 
Psalm 89,19:
19 Denn dem HERRN gehört unser Schild und dem Heiligen in Israel unser König.
 
Das bei den o.g. Bibelstellen verwendete hebräische Wort für „Schild“ ist „māḡēn“ und bedeutet „Schutzschild, Kleinschild“, was im Zusammenhang mit der Erde eine Umzäunung des Schutzes meint, um diese zu verteidigen.
Anhand der beiden eben genannten Bibelstellen aus dem Buch der Psalmen beinhaltet das Wort „Schild“ ebenfalls "menschliche, natürliche und geistliche Kräfte". (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort māḡēn – Schutzschild“ mit der Wortschlüsselnummer 4126)
Es meint ebenfalls die geistlichen Regierenden auf der Erde, Gottes Volk, dass mit diesen Kräften im Auftrag Gottes zusammen arbeitet (vgl. 1.Könige 17,1 i.V.m. 1.Könige 18,1; Matthäus 8,24-27).
 
1.Könige 17,1 (Anm.: Kooperation bzw. Anweisung des Wetters/Regen durch Elija):
1 Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
 
1.Könige 18,1 (Anm.: Kooperation bzw. Anweisung des Wetters/Regen durch Elija):
1 Nach einer langen Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten Jahr: Geh hin und zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen auf die Erde.
 
Matthäus 8,24-27 (Anm.: Anweisung des Windes und Meeres durch Jesus Christus):
24 Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, sodass auch das Boot von Wellen zugedeckt wurde. Er aber schlief.
25 Und sie traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf, wir kommen um!
26 Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer. Da wurde es ganz stille.
27 Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind?
 
Auch die Auseinandersetzung des Königs Nebukadnezar von Babylon mit den über Babylon bestimmten geistlichen Wächtern macht diese Zusammenarbeit mit den auf die Erde einwirkenden geistlichen Kräften deutlich (vgl. Daniel 4,10.14).
 
Daniel 4,10.14:
10 Und ich sah ein Gesicht auf meinem Bett, und siehe, ein heiliger Wächter (Anm.: aramäisch „`îr“) fuhr vom Himmel herab. …
14 Dies ist im Rat der Wächter beschlossen und ist Gebot der Heiligen, damit die Lebenden erkennen, dass der Höchste Gewalt hat über die Königreiche der Menschen und sie geben kann, wem er will, und einen Niedrigen darüber setzen.
 
Die Zusammenarbeit der Gemeinde mit den Kräften Gottes
 
Es ist Gottes Wille, dass sein Volk mit den Kräften aus seiner übernatürlichen Sphäre zusammenarbeitet, weil sie die Welt in seinem Auftrag überwachen.
Die übernatürlichen Kräfte des Himmels, die die geistlichen Schilde der Erde, Verteidiger und Beschützer sind, sind durch den Willen des Allmächtigen entstanden und gehören zu seinem Besitztum bzw. Inventar.
Die geistlichen Säulen werden im Wort Gottes als Stützen zur Unterstützung der Erde erwähnt, deren Aufgabe es ist, die Erde gegründet zu halten. Sie sorgen dafür, dass die erschaffenen Strukturen der Erde nicht zusammenbrechen, bis der Höchste einen Zeitpunkt dafür bestimmt. Dasselbe gilt für den Aufgabenbereich der „Schilde“.
An dem Ort, wo den Säulen die Aufgabe zuteil wird, die Erde und deren Regierung fest-/ bzw. zusammenzuhalten, umgeben und verteidigen die Schilde diesen genannten Bereich auf ihr.
 
Der Aufgabencharakter der „Säulen“ und „Schilde“ Gottes
 
Der Aufgabencharakter der überirdischen Säulen der Erde ist vergleichbar mit einer beratenden Funktion, wobei der Aufgabencharakter der „Schilde“ eher militärisch ist.
Der Unterschied zwischen den Säulen und Schilden liegt darin, dass die Säulen mehr eine passive Aufgabe inne haben, weil sie die Dinge aufrechterhalten und unterstützen, wobei die Schilde abwehrend sind.
Die Aufgabe der geistlichen Wächter, die in die Kategorie der geistlichen Schilde fallen, ist eher eingreifend.
Sie greifen in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes in einen ungerechten Zustand auf Erden ein, um den Status der Gerechtigkeit im jeweiligen Gebiet auf der Erde wieder herzustellen.
 
Gottes Einfluss auf die Erde
 
Diese Erklärung macht deutlich, wie Gott seinen Einfluss auf die Erde nimmt bzw. diesen ausdehnt und auf sie einwirkt.
Es sind die Kräfte Gottes, die offenbaren, wie Gott die Völker einzeln sowie gemeinsam anweist und regiert.
Das Aufgabengebiet der Säulen und Schilde macht deutlich, auf welche Weise es Gott garantiert, dass sein Wille, so wie er im Himmel beschlossen ist, auf der Erde erreicht wird.
Wenn Gott erkennt, dass es Zeit ist auf der Erde einzugreifen, dann gibt es keine Macht auf ihr, die seine Maßnahmen untergraben kann.
Das ist, was z.B, die Bibelstelle aus Hesekiel 9,1 verdeutlicht, wo es heißt: „Und er rief mit lauter Stimme vor meinen Ohren und sprach: Gekommen ist die Heimsuchung der Stadt; ein jeder habe sein Werkzeug zur Zerstörung in seiner Hand!“
(Anm.: Diese Botschaft basiert auf einer Offenbarungslehre von Dr. Paula A. Price, Ph.D. aus dem Buch „Before The Garden – God's Eternal Continuum“, Seite 336 – 339)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




TOP