zurück zur Übersicht


Hagar und das Geheimnis der Wüste

01.05.2017, Daniel Glimm


Einleitung

Ich möchte das folgende Wort dazu gebrauchen, um auf die Bedeutung der Wüste einzugehen.
Als zum Beispiel das Volk Israel aus der Sklaverei Ägyptens auszog, gefiel es Gott sein Volk zuerst in die Wüste eintreten zu lassen.
Es erfreute Gott sein Volk aus der Sklaverei in die Wüste zu führen, um es dort zu anzutreffen.
 
Der kompromisslose Wesenszug Gottes
 
Die Wüste ist ein Ort, wo es am Tag sehr heiß und in der Nacht sehr kühl ist, was ein Hinweis auf das kompromisslose Wesen Gottes ist, der ein Gott der deutlichen Kontraste (Anm.: schwarz oder weiß) ist, so wie es Offenbarung 3,16 deutlich macht, wo Jesus Christus die Gemeinde von Laodizea adressiert.
 
Offenbarung 3,16:
16 Weil du aber lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
 
Gott ist der HERR der echten bzw. wahrhaftigen Dinge, wie z.B., dass er danach verlangt, dass wir ihm ehrlich und vollkommen nachfolgen und das nicht nur ein bisschen, sondern vollkommen den geraden Weg gehen.
Wie zuvor erwähnt ist Gott ein Gott der deutlichen Kontraste, entweder schwarz oder weiß, wobei die Farbe Schwarz nicht immer mit dem Bösen verbunden ist, weil Gott auch in einer dunklen Wolke wohnt (vgl. 2.Mose 20,21 i.V.m. 1.Könige 8,12).
 
2.Mose 20,21:
21 So stand das Volk von ferne, aber Mose nahte sich dem Dunkel, darinnen Gott war.
 
1.Könige 8,12:
12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
 
Die beiden Säulenarten
 
Gottes Gegenwart war am Tag gegenüber seinem Volk als es sich in der Wüste befand in einer weißen Wolke gegenwärtig, um Erfrischung zu bringen und in der Nacht in einer brennenden Feuersäule, um Wärme in Form von Geborgenheit zu geben (vgl. 2.Mose 13,21-22).
 
2.Mose 13,21-22:
21 Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.
22 Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.
 
Die ägyptische Magd Hagar
 
In Bezug auf die Wüste möchte ich an dieser Stelle auf Hagar, die ägyptische Magd von Sarah, der Frau von Abraham eingehen.
Abraham nahm aufgrund der ihm zuvor von Gott zugesprochenen Verheißung und seines vorgeschrittenen Alters, gemäß seinem natürlichem Verständnis, die ägyptische Magd Hagar auf Anweisung seiner Frau Sarah zu sich und zeugte mit ihr einen Sohn, den Hagar auf Anordnung Gottes hin Ismael (Anm.: bedeutet „Gott erhört“) nannte (vgl. 1.Mose 15,1-4; 1.Mose 18,9-14 i.V.m. 1.Mose 16,1-2.11.15).
 
1.Mose 15,1-4:
1 Nach diesen Geschichten begab sich es, dass zu Abram das Wort des HERRN kam in einer Offenbarung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.
2 Abram sprach aber: HERR, mein Gott, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen.
3 Und Abram sprach weiter: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer von meinen Knechten wird mein Erbe sein.
4 Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein.
 
1.Mose 18,9-14:
9 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau? Er antwortete: Drinnen im Zelt.
10 Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben. Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes.
11 Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und hochbetagt, sodass es Sara nicht mehr ging nach der Frauen Weise.
12 Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch der Liebe pflegen, und mein Herr ist auch alt!
13 Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Meinst du, dass es wahr sei, dass ich noch gebären werde, die ich doch alt bin?
14 Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben.
 
1.Mose 16,1-2.11.15:
1 Sarai, Abrams Frau, gebar ihm kein Kind. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, die hieß Hagar.
2 Und Sarai sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht durch sie zu einem Sohn komme. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. …
11 Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr (Anm.: Hagar): Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Ismael nennen; denn der HERR hat dein Elend erhört. …
15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael.
 
Die Wichtigkeit eines demütigen Herzens
 
Zum Zeitpunkt als Hagar mit Ismael schwanger war, kam es zwischen Sarah, der Frau von Abraham und ihr zu einer Auseinandersetzung, weil Hagar ihre Herrin Sarah nicht mehr achtete.
Das macht uns gegenüber heutzutage deutlich, dass es wichtig ist, dass wir uns trotz der in uns wohnenden Verheißung Gottes nicht gegenüber anderen Menschen erheben sollen.
Das Fehlverhalten von Hagar führte dazu, dass Sarah sie hart behandelte, so dass Hagar in die Wüste Schur floh (vgl. 1.Mose 16,5-6).
 
1.Mose 16,5-6:
5 Da sprach Sarai zu Abram: Das Unrecht, das mir geschieht, komme über dich! Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, dass sie schwanger geworden ist, bin ich gering geachtet in ihren Augen. Der HERR sei Richter zwischen mir und dir.
6 Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tu mit ihr, wie dir es gefällt.
Als nun Sarai sie demütigen wollte, floh sie von ihr.
 
Geduld und ein göttliches Verständnis
 
Das Verhalten von Abraham (Anm.: zu der Dienerin Hagar zu gehen), ist ein Sinnbild für uns heutzutage, dass dort, wo wir Dinge von Gott in unserem Leben zugesagt bekommen haben, es nicht aufgrund von Ungeduld versuchen sollten, Gott in dieser Angelegenheit zu helfen, um die Dinge nach unserer Vorstellung geschehen zu lassen, sondern wir sollten auf den richtigen Zeitpunkt warten, den Gott festgelegt hat.
Ungeduld kann weitreichende Folgen in unserem Leben haben.
Wenn wir z.B. ein Schnellläufer bei den olympischen Spielen wären und bei unserem Lauf vor dem Startschuss beginnen würden loszulaufen, kann der Lauf nicht beginnen und führt nach mehrmaliger Nichtbeachtung zur Disqualifikation.
Das bedeutet, wenn wir in unserem Leben bereit sind, alles zu geben und am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit den richtigen Personen positioniert sind, sollten wir darauf warten, bis Gott uns beauftragt loszugehen. Das hat zur Folge, dass wir das beste Ergebnis hervorbringen bzw. erhalten.
 
Der Eintritt Hagars in die Herausforderung
 
Um auf die ägyptische Magd Hagar zurückzukommen, trat sie in eine herausfordernde Phase in ihrem Leben ein, weil sie von einer von Gott berufenen Person, nämlich Abraham dort hineingebracht wurde.
Hagar war nicht in ihrem Leben danach aus, irgendetwas von ihrem Herrn Abraham zu erhalten; sie erhielt ihre Verheißung aufgrund der Entscheidung Abrahams, der auf die Anweisung seiner Frau Sarah mit ihr schlief, so dass Hagar den Samen Abrahams empfing und mit Ismael schwanger wurde.
Aufgrund dieser Tatsache begann Gott zu Hagar in der Wüste Schur an einem besonderen Ort zu sprechen, wo sich ein Brunnen befand.
Während sie sich dort aufhielt und hoffnungslos, bedrängt, traurig und bedrückt war, erschien ihr der Engel des HERRN und redete zu ihr über ihre Verheißung, die sie von Abraham in sich trug (vgl. 1.Mose 16,7.10-11).
 
1.Mose 16,7.10-11:
7 Aber der Engel des HERRN fand sie bei einer Wasserquelle in der Wüste, nämlich bei der Quelle am Wege nach Schur. …
10 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können.
11 Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Ismael nennen; denn der HERR hat dein Elend erhört.
 
Die Wüste und der Brunnen
 
Es war die Wüste und der Brunnen bzw. die Quelle, die dazu führten, dass Gott sich entschied Hagar durch einen Engel zu begegnen, weil sie einen besonderen Samen in sich trug.
Abraham war aufgrund der ihm von Gott zugesprochenen Verheißung ein Geweihter des HERRN, so dass jeder, der mit Abraham auf eine besondere Weise verkehrte, ebenfalls ein Träger der Verheißung (Anm.: eine Person mit einer besonderen Stellung) wurde, so ähnlich wie es durch 2.Mose 29,37 i.V.m. 2.Mose 30,29 verdeutlicht wird.
 
2.Mose 29,37:
37 Sieben Tage sollst du an dem Altar die Sühnung vollziehen und ihn weihen; so wird er ein Hochheiliges. Wer den Altar anrührt, der ist dem Heiligtum verfallen.
 
2.Mose 30,29:
29 So sollst du sie weihen, dass sie hochheilig seien. Wer sie anrührt, der ist dem Heiligtum verfallen.
 
Das „Fehlverhalten“ Abrahams
 
Abrahams „Fehlverhalten“ verdeutlicht uns heutzutage, dass wenn wir als Heilige des HERRN Fehler an unseren Mitmenschen tun, es dazu kommt, dass Gott sie daraufhin segnet, weil auch wir Geweihte des HERRN durch Jesus Christus sind.
Es kommt vor, dass unsere Mitmenschen, wenn sie mit unserem Fehlverhalten in Berührung kommen, ohne es zu wissen, plötzlich mit dem göttlichen Bereich verbunden werden, so dass sich der Segen Gottes über ihrem Leben freisetzt.
Das soll nicht bedeuten, dass wir Menschen bewusst falsch behandeln sollten.
 
Die Trockenperiode
 
Es gibt Zeiten in unserem Leben, die wirklich trocken aussehen können und wo wir es empfinden, dass es nicht vorangeht.
Aber der HERR möchte, dass wir trotz dieser Umstände nach dem Brunnen in der Wüste suchen und uns dort positionieren. Es ist der Ort, wo Gott zu uns aus der Tiefe heraus sieht, weil dort die Geheimnisse unserer Zukunft verborgen liegen.
Es ist sind Weisheit und Erkenntnis, die inmitten des Brunnens verborgen liegen, der Jesus Christus ist (vgl. Kolosser 2,3).
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Jesus Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Wenn wir uns am „Brunnen/an der Quelle“ aufhalten, erhalten wir klare Richtungsweisung für die Zukunft und Sicherheit für unseren nächsten Schritt, den wir gehen sollen.
Gelegentlich hört sich die Richtungsweisung des HERRN herausfordernd an, so ähnlich wie es auch Hagar erlebte (vgl. 1.Mose 16,7-9).
 
1.Mose 16,7-9:
7 Aber der Engel des HERRN fand sie bei einer Wasserquelle in der Wüste, nämlich bei der Quelle (Anm.: Brunnen) am Wege nach Schur.
8 Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von Sarai, meiner Herrin, geflohen.
9 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Herrin und demütige dich unter ihre Hand.
 
Die temporäre Herausforderung
 
Diese Art von Herausforderung ist temporär, so dass wir uns nicht für ewig an diesem Ort aufhalten, weil der Samen bzw. die Verheißung, die wir von Gott empfangen haben zur richtigen Zeit im richtigen Reifegrad an die Öffentlichkeit tritt, so dass wir an den neuen Bestimmungsort wechseln (vgl. 1.Mose 21,8-9.12-14).
 
1.Mose 21,8-9.12-14:
8 Und das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt. Und Abraham machte ein großes Mahl am Tage, da Isaak entwöhnt wurde.
9 Und Sara sah den Sohn Hagars, der Ägypterin, den sie Abraham geboren hatte, wie er Mutwillen trieb. …
12 Aber Gott sprach zu ihm (Anm.: Abraham): Lass es dir nicht missfallen wegen des Knaben und der Magd. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche; denn nur nach Isaak soll dein Geschlecht benannt werden.
13 Aber auch den Sohn der Magd will ich zu einem Volk machen, weil er dein Sohn ist.
14 Da stand Abraham früh am Morgen auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter, dazu den Knaben, und schickte sie fort. Da zog sie hin und irrte in der Wüste umher bei Beerscheba.
 
Der Wechsel des Bestimmungsortes
 
Der Wechsel von Hagar von einem Bestimmungsort zum anderen Bestimmungsort, soll uns heutzutage darauf hinweisen, dass wir aus der Region des Schutzes und der Sicherheit Gottes (Anm.: Wüste „Schur“ => „Mauer“) in die Region des Eides Gottes (Anm.: Wüste „Beerscheba“ => „Eid-/Siebenbrunnen“) eintreten, der der Ort ist, wo Gott uns aus der Tiefe, während wir uns in einer Phase der Herausforderung (Anm.: Tiefgang) befinden zuruft, so dass es zu einer Lösung bzw. zu einer Freisetzung kommt (vgl. Psalm 42,8).
 
Psalm 42,8:
8 Deine Fluten rauschen daher, und eine Tiefe ruft die andere; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.
 
Hagar als Sinnbild auf die Gläubigen aus den Heidenvölkern
 
Die Magd Hagar ist ebenfalls für uns heutzutage ein Sinnbild auf uns als Heilige aus den Heidenvölkern, so dass wir in diesem Zusammenhang erkennen können, dass wir als Christen von einer Zeitspanne in eine andere Zeitspanne eintreten.
Und jedes mal, wenn die Gemeinde Jesu sich in einem Übergang befindet, muss sie die Wüste durchlaufen, um in die nächste Teilverheißung des HERRN einzutreten.
Hierbei ist es wichtig, dass wir den Brunnen in der Wüste finden, der der Ort der Offenbarung ist, um Erfrischung und Wegweisung durch den Geist der Weisheit und der Erkenntnis für die Zukunft zu erhalten.
Es gibt eine Zeitphase, in der wir wie die Magd Hagar das Kind (Anm.: die Frucht) zur Welt bringen, damit es sichtbar ist.
Die Phase des Sichtbaren, die mit dem bestimmten Reifegrad des Kindes/der Frucht verbunden ist, kann ebenfalls in eine neue Phase der Herausforderung führen, was das Verhalten von Ismael gegenüber Isaak deutlich macht als sich Ismael über Isaak amüsierte (vgl. 1.Mose 21,9).
 
1.Mose 21,9:
9 Und Sara sah den Sohn Hagars, der Ägypterin, den sie Abraham geboren hatte, wie er Mutwillen trieb. …
 
Die zweite Wüstenphase von Hagar und Hagars Verantwortung
 
Zu der Zeit als sich Hagar mit Ismael ein zweites Mal in der Wüste befand, nämlich der Wüste von Beerscheba, war Hagar nicht mehr nur Frau, sondern auch Mutter.
Ihr Verantwortungsfeld hatte sich durch die Geburt der Verheißung (Anm.: Ismael) vergrößert.
Und genau an diesem Punkt stehen auch wir heutzutage als Gemeinde Jesu weltweit.
Unser Verantwortungsfeld vergrößert sich dort, wo wir die Verheißung Gottes zur richtigen Zeit zur Geburt bringen und uns in Liebe und Verantwortung um die Verheißung kümmern.
Die Wüste von Beerscheba ist ein Zeitabschnitt, in der wir bereit sein sollten, die Dinge loszulassen, die Gott uns gibt, um sie auf neue Weise in Empfang zu nehmen und sie in eine größere Verantwortung hinein zu führen, so wie es Hagar tat.
Hagar beendete einen Zeitzyklus der Versorgung, indem sie die Versorgung ihres Herrn (Anm.: Abraham) gemeinsam mit ihrem Sohn in der Wüste Beerscheba aufbrauchte.
Danach legte sie ihren Sohn Ismael unter einen Strauch und entfernte sich. Das führte dazu, dass Hagars Verheißung einen neuen Klang des Verlangens ausstieß, der mit ihrem Geist verbunden war, so dass sie sich ihrer Verheißung (Anm.: Ismael) näherte und diese ganz eng an sich zog.
Als Hagar das tat, erhielt sie die Übersicht von ihrem Umfeld, so dass sie die dort von Gott vorbereitete Versorgung in Form eines Brunnens/einer Quelle erkannte, damit sie ihren Wasserschlauch mit neuem Wasser füllen konnte, das nicht mit der alten Zeit ihrer Dienerschaft bei Abraham verbunden war (vgl. 1.Mose 21,14-21).
 
1.Mose 21,14-21:
14 Da stand Abraham früh am Morgen auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter, dazu den Knaben, und schickte sie fort. Da zog sie hin und irrte in der Wüste umher bei Beerscheba.
15 Als nun das Wasser in dem Schlauch ausgegangen war, warf sie den Knaben unter einen Strauch 16 und ging hin und setzte sich gegenüber von ferne, einen Bogenschuss weit; denn sie sprach: Ich kann nicht ansehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.
17 Da erhörte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief Hagar vom Himmel her und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht; denn Gott hat gehört die Stimme des Knaben, der dort liegt.
18 Steh auf, nimm den Knaben und führe ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum großen Volk machen.
19 Und Gott tat ihr die Augen auf, dass sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den Knaben.
20 Und Gott war mit dem Knaben. Der wuchs heran und wohnte in der Wüste und wurde ein guter Schütze.
21 Und er wohnte in der Wüste Paran und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus Ägyptenland.
 
Hagar wurde durch die Geburt von Ismael Mutter und Ismael wurde durch das beherzte Eingreifen seiner Mutter zu einem einflussreichen Bogenschützen und Ehemann.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




TOP