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Die benötigte Anzahl von Gläubigen bei einer Predigt

27.04.2017, Daniel Glimm


Das Ergebnis einer kleinen Versammlung von Heiligen

Gemäß dem Wort Gottes ist Jesus Christus in einer Gemeinschaft anwesend, wenn zwei oder drei Heilige in Übereinstimmung vor Gott zusammenkommen (vgl. Matthäus 18,19-20).
 
Matthäus 18,19-20:
19 Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.
20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
 
Bei solch einer Gruppengröße von Heiligen ist es ratsam, das man diese Zusammenkunft nicht zu einem Treffen macht, wo die Predigt im Vordergrund steht, sondern eher einen Rahmen etabliert, in dem sich Gläubige (Anm.: die ein heiliges Leben vor Gott führen und bereit sind ihre Gedanken zu erneuern) untereinander in der Gegenwart Jesu persönlich dienen, beten und geistlich austauschen (vgl. Römer 12,1-2).
 
Römer 12,1-2:
1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Die Rahmenbedingung für eine Predigt/Lehre
 
Ich persönlich betrachte die Voraussetzung, um eine Predigt/Lehre in einer Versammlung effektiv weiterzugeben als erfüllt an, wenn ein gerechtes Maß bzw. die richtige Anzahl von Heiligen existent ist.
Hierbei sollte es sich um mindestens zehn Heilige handeln.
Der Sinn der Predigt/Lehre ist es, dass Gottes Weisung/Wahrheit an die jeweilige Gemeinschaft von Heiligen gerichtet wird, damit alle anwesenden Gläubigen einheitlich die gleiche Botschaft hören, um deren Wert in ihrem Leben umzusetzen, damit man eines Sinnes bzw. einmütig vorangehen kann und dadurch Gottes Maßstab vor den Menschen offenbart (vgl. Apostelgeschichte 2,46-47; Römer 12,16a; Philipper 2,1-5; 1.Korinther 12,26-33 i.V.m. Johannes 13,35).
 
Apostelgeschichte 2,46:
46 Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen 47 und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
 
Römer 12,16a:
16a Seid eines Sinnes untereinander. …
 
Philipper 2,1-5:
1 Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, 2 so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid.
3 Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, 4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
5 Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: …
 
1.Korinther 12,26-33:
26 Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!
27 Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei und einer nach dem andern; und einer lege es aus.
28 Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott.
29 Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen.
30 Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der Erste.
31 Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden.
32 Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.
 
Johannes 13,35:
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
 
Das gerechte Maß von Heiligen
 
Im Hebräischen wird das gerechte Maß von Heiligen in einer Gemeinschaft „Minjan“ (hebräisch:מנין) genannt und beinhaltet die Zusammenkunft von mindestens zehn oder mehr reifen Heiligen.
Das wird anhand des Gesprächs zwischen Gott und Abraham in Bezug auf die von Gott bevorsthende Zerstörung der Städte von Sodom und Gomorra verdeutlicht.
Abraham legte Fürsprache vor Gott in Bezug auf die beiden Städte ein, mit der Bitte, um diese zu verschonen.
Hierbei gewährte Gott dem Abraham seine Bitte bis zu dem Maß von zehn Gerechten, die jedoch nicht in den Städten vorhanden waren (vgl. 1.Mose 18,32).
 
1.Mose 18,32:
32 Und er sprach: Ach, zürne nicht, Herr, dass ich nur noch einmal rede. Man könnte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.
 
Ursprung des gerechten Maßes einer Gemeinschaft von Heiligen
 
Das hebräische Wort „Minjan“ ist abgeleitet von dem hebräischen Wurzelwort „mānāh“ (hebräisch: מָנָה), was zu „zählen, nummerieren, bestimmen, zuteilen, bestellen, anordnen“ oder „Anteil, Portion“ bedeutet. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „mānāh – zählen/Anteil“ mit der Wortschlüsselnummer 4560, 4563).
Das Wort hat einen Bezug zu dem aramäischen Wort „měnāh“ (bedeutet: „zählen, bestellen, einsetzen“; Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „měnāh“ mit der Wortschlüsselnummer 4561*), welches in Daniel 5,25-26 gebraucht wird, wo der König Belsazar, dessen Vater Nebukadnezar war, ein Festessen veranstaltete.
Bei dem Festessen erschienen die Finger der Hand Gottes gegenüber dem aufgestellten Leuchter an der Wand im königlichen Saal, die schrieben, dass das Königtum von Belsazar gezählt und beendet war (vgl. Daniel 5,5.25-29).
 
Daniel 5,5.25-26:
5 Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand in dem königlichen Saal. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb. …
25 So aber lautet die Schrift, die dort geschrieben steht: Mene mene tekel u-parsin.
26 Und sie bedeutet dies: Mene, das ist, Gott hat dein Königtum gezählt und beendet.
27 Tekel, das ist, man hat dich auf der Waage gewogen und zu leicht befunden.
28 Peres, das ist, dein Reich ist zerteilt und den Medern und Persern gegeben.
29 Da befahl Belsazar, dass man Daniel mit Purpur (Symbol für apostolische Königsherrschaft und Priesterschaft) kleiden sollte und ihm eine goldene Kette um den Hals geben (Symbol für Gnade und Treue sowie für das Gebot => Lampe des Vaters und der Lehre => Licht der Mutter; vgl. Sprüche 3,3; Sprüche 6,20-23); und er ließ von ihm verkünden, dass er der Dritte im Königreich sei (Symbol für den Wandel im Heiligen Geist und Seiner Auferstehungskraft).
 
Die Bibelstelle macht deutlich, dass der König Belsazar kein gerechtes Maß von Heiligen (Anm.: „Minja“) in seiner Festversammlung besaß, so dass ihm seine Regierungsherrschaft genommen wurde.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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