zurück zur Übersicht


Die Söhne des Feuers

06.03.2017, Daniel Glimm


Einleitung
 
Während einer Zeit der Konversation mit dem HERRN, führte mich der Heilige Geist zu der Bibelstelle aus Hiob 5 und betonte hierbei den Vers 7.
 
Hiob 5,7:
… 7 sondern der Mensch erzeugt sich selbst das Unheil, wie Funken hoch emporfliegen.
 
In diesem Kapitel erhält Hiob Rat von seinem Freund Elifas („Mein Gott ist reines Gold.“; vgl. Hiob 4,1) von Teman („Südgegend“ => Hitze).
Der Name des Freundes von Hiob steht in der folgenden Botschaft in Verbindung mit dem Hinweis, dass sich die darin enthaltene Offenbarung wie feuriges Wasser im Flussbett des Reichtums des Glaubens bewegt, der durch viele bestandene geistliche Prüfungen kreiert wurde.
 
Hiob 4,1:
1 Da hob Elifas von Teman an und sprach: …
 
Auch wenn dem ersten Anschein nach die Bibelstelle aus Hiob 5,7 nicht ermutigend klingen mag, möchte ich basierend auf dieser Bibelstelle mit dem Geist der Weisheit und der Offenbarung ein Geheimnis über die Söhne des Feuers entschlüsseln.
 
Die nach oben steigenden Feuerfunken
 
Als ich die Bibelstelle aus Hiob 5,7 las, setzte der HERR die Betonung auf die Worte „wie Funken hoch fliegen“, so dass ich darüber meditierte.
Im Hebräischen werden für das Wort „Funken“ an dieser Stelle zwei Worte verwendet, bei denen es sich erstens um das Wort „bēn“ handelt, was „Sohn“ bedeutet und zweitens um das Wort „räšäṗ“, was unter anderem „Flamme, Glut, lebendige Kohle, Blitz, heißer Blitzeinschlag“ bedeutet. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den Worten „bēn – Sohn“ und „räšäṗ – Flamme“ mit der Wortschlüsselnummer 1141, 7745 sowie aus der Strong's Konkordanz zu dem Wort „räšäṗ – Flamme“ mit der Wortschlüsselnummer H7565).
Anhand dieser Worterklärung wird deutlich, dass sich hinter dem Wort „Funken“, „die Söhne des Feuers“ verbergen, bei denen es sich um reife Söhne Gottes handelt, die wahre Liebhaber von „Elohim“ (Anm.: beinhaltet die Fülle des dreifaltigen Gottes; vgl. 1.Mose 1,26) sind.
 
Der Gottesname „Elohim“
 
=> Der hebräische Gottesname „Elohim“ ist eine Pluralform. Er beschreibt Gott als den Höchsten, den Ewigen, den Allmächtigen, der der Schöpfer des Universums ist.
Die meisten Lehrer stimmen darin überein, dass der Name „Elohim“ die größte Kraft bedeutet; Er ist der Seiende, dem alle Macht zugehört. Es wird Ihm eine unabhängige, uneingeschränkte und unbegrenzte Kraft zugeschrieben. <= (Teilauszug aus dem Buch „Die Namen Gottes“ von Abraham Meister; ISBN: 3-85810-092-7)
 
Die offene Vision „Die aufsteigenden Feuerfunken“
 
Im Zusammenhang mit den „aufsteigenden Feuerfunken“ ließ mich der HERR eine offene Vision sehen, in der ich beobachtete, wie Gott in die vor seinem Thron befindlichen lebendigen Feuerkohlen blies (vgl. Jesaja 6,6), die in Verbindung mit der Erschaffung des ersten menschlichen Lebens vor dem Sündenfall stehen.
Adam, der erste „Geistmensch“ besaß vor dem Sündenfall einen fehlerlosen Seelenleib, der von Gott mit feurigem, reinen Licht gefüllt wurde, was anhand des hebräischen Wortes für „Nebel - 'ēd“, das in 1.Mose 2,6 verwendet wird und dessen Wurzelwort „'ûd“ ist, deutlich wird.
Das hebräische Wurzelwort „'ûd“ bedeutet „Holzscheit“. Es steht ebenfalls in Verbindung mit „feurigen Kohlen bzw. Feuersteinen, die durch einen Schürhaken zusammengezogen werden“. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den Worten „Nebel – 'ēd, Holzscheit – 'ûd“ mit der Wortschlüsselnummer: *111 und *185 sowie aus der Strong's Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H181).
Als ich in der Vision sah, wie der Allmächtige in die Feuerkohlen blies, stiegen plötzlich Feuerfunken in die Atmosphäre, so dass diese direkt vor dem Angesicht Gottes erschienen.
Danach endete die Vision.
 
Das Seufzen der Schöpfung und Gottes Gebären
 
Nachdem ich die Vision gesehen hatte, ließ mich der HERR wissen, dass immer dann, wenn die Schöpfung seufzt und danach verlangt, dass die Söhne Gottes gemäß Römer 8,19 auf Erden offenbar werden sollen, Gott durch die Kraft des geistlichen Gebärens (Anm.: ein aus der Tiefe Gottes herauskommendes Seufzen/Schnauben vor Anstrengung, um wahre geistliche Sohnschaft/Leben hervorzubringen) in die heiligen Feuerkohlen bläst.
Das hat zur Folge, dass die Geister der Söhne Gottes berührt werden, um vor dem Thron Gottes zu erscheinen.
 
Die Entgegennahme des göttlichen Auftrags
 
In dem Augenblick, wenn die Söhne Gottes, bei denen es sich um die Söhne seines Feuers handelt vor dem Thron Gottes erscheinen, nehmen sie den Auftrag von „Elohim“ entgegen, um seine Vollmacht auf der Erde zu offenbaren.
Während die Söhne Gottes vor seinem Thron erscheinen, tritt zugleich auch Satan auf, der durch seinen ungerechten und gewaltsamen Handel vor „Elohim“, über die auf der Erde lebenden Menschenseelen verhandelt (vgl. Hiob 2,1-2 i.V.m. Sacharja 3,1).
 
Hiob 2,1-2:
1 Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, dass auch der Satan unter ihnen kam und vor den HERRN trat.
2 Da sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen.
 
Sacharja 3,1:
1 Und er ließ mich sehen den Hohenpriester Jeschua, wie er vor dem Engel des HERRN stand, und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn zu verklagen.
 
Die Liebe und Hingabe der Söhne des Feuers
 
Satan kann die „Söhne des Feuers“ nicht antasten, weil sie sich in der Liebe und Hingabe zu Gott, dem himmlischen Vater voranbewegen (Anm.: Das hebräische Wort „räšäṗ – Flamme“ steht mit der leidenschaftlichen Liebe in Verbindung.; vgl. Hohelied 8,6b-c).
Diese Liebe und Hingabe hat zur Folge, dass ihr Geist von Gottes Geist berührt und aktiviert wird, um zur richtigen Zeit vor seinem Thron der gerechten Regierung zu stehen (vgl. Hiob 2,1; Daniel 7,9 i.V.m. 1.Johannes 5,18).
 
Hiob 2,1:
1 Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, dass auch der Satan unter ihnen kam und vor den HERRN trat.
 
Daniel 7,9-10a:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.
10a Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. …
 
1.Johannes 5,18:
18 Wir wissen, dass, wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer von Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.
 
Die Berechtigung der Söhne des Feuers
 
Während der Konversation zwischen Satan und Gott gemäß Hiob 2,1 stehen die „Söhne des Feuers“ vor dem Thron Gottes und haben die Vollmacht sowie die Erlaubnis von Gott, den Plan Satans durch ihr Eingreifen auf der Erde mit Hilfe von geisterfüllten Gebetserlässen für die betreffenden Menschen zu durchkreuzen. Hierbei kann es sich um Heilige und unerrettete Menschen handeln.
 
Die Gegenwart der dunklen Wolke und die Söhne des Feuers
 
Wenn die Söhne des Feuers (Anm.: Frauen und Männer gemeint; vgl. Römer 8,19) im Namen von Jesus Christus auf der Erde zusammenkommen und anbeten, kommt diese heilige Zusammenkunft dem Zusammenlegen von glühenden Kohlen bei einem Lagerfeuer gleich. Durch ihre Zusammenkunft und Anbetung kreieren sie die Gegenwart der dunklen Wolke Gottes.
Die dunkle Wolke Gottes ist ein Zeichen, dass der HERR den Himmel auf der Erde manifestiert, indem er seinen Segen und die Kraft der Lehre über seine Geheimnisse unter seinem Volk freisetzt (vgl. Psalm 18,10.12; Psalm 97,2 i.V.m. 1.Könige 8,12).
 
Psalm 18,10.12:
10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. …
12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.
 
Psalm 97,2:
2 Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Gericht sind seines Thrones Stütze.
 
1.Könige 8,12:
12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
 
Ein Beispiel für die Söhne des Feuers
 
Im Wort Gottes gibt es verschiedene Hinweise auf die Söhne des Feuers. Als ein Beispiel sollen uns die drei Heiligen (Anm.: Schadrach, Meschach und Abed-Nego) dienen, die zur Zeit von König Nebukadnezar lebten und von diesem in den siebenmal heißer geheizten Feuerofen geworfen wurden, während sie Gottes Bewahrung genossen. Hierbei kam der HERR mit seiner Gegenwart in Form von Wind und trieb die Flammen aus dem Ofen heraus, so dass diese 49 Ellen hoch herausschlugen und die in der Nähe des Feuerofens stehenden Diener des Königs verzehrten (vgl. Daniel 3,19-23).
 
Daniel 3,19-23:
19 Da wurde Nebukadnezar voll Grimm und der Ausdruck seines Angesichts veränderte sich gegenüber Schadrach, Meschach und Abed-Nego, und er befahl, man sollte den Ofen siebenmal heißer machen, als man sonst zu tun pflegte.
20 Und er befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu binden und in den glühenden Ofen zu werfen.
21 Da wurden diese Männer in ihren Mänteln, Hosen, Hüten, in ihrer ganzen Kleidung, gebunden und in den glühenden Ofen geworfen.
22 Weil das Gebot des Königs so streng war, schürte man das Feuer im Ofen so sehr, dass die Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten, von den Feuerflammen getötet wurden.
23 Aber die drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen hinab in den glühenden Ofen, gebunden wie sie waren.
 
Die Zahl „49“
 
Wenn wir nach biblischem Maßstab über die Zahl „49“ studieren, steht diese Zahl mit den hebräischen Buchstaben „Mem“ und „Teth“ in Verbindung, die ein Hinweis auf das „feurige Fruchtwasser“ in der „Gebärmutter Gottes“ sind.
Das bedeutet, dass so wie bei einer Frau, wenn sie in ihrer Gebärmutter Fruchtwasser trägt, Leben vorhanden ist, bei Gott in seinem Innern, Söhne des Feuers getragen werden, um diese zum richtigen Zeitpunkt auf der Erde durch die Kraft des geisterfüllten gebärenden Gebets hervorzubringen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




TOP