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Der Unterschied zwischen dem lebendigen Glauben an Jesus Christus und einer Sekte

25.02.2017, Daniel Glimm


Nicht berechtigtes Urteil

Es kommt immer wieder vor, dass wenn ungläubige Menschen in ihrem Leben Jesus Christus als ihren HERRN und Erlöser erkennen und Ihm nachfolgen, sie plötzlich und unerwartet von Personen ihres näheren Umfelds (Freunde, Familie, …) als Anhänger einer Sekte abgestempelt werden.
Auch wenn in ähnlicher Weise die ersten Christen solch eine Art von Vorverurteilung erleben mussten (vgl. Apostelgeschichte 24,5), möchte ich dennoch auf diese Thematik eingehen.
Diese Vorverurteilung ist unhaltbar und ein Zeichen dafür, dass sich die vorverurteilenden Personen nicht wahrhaftig mit dem Glauben an Jesus Christus auseinandersetzen wollen.
Die meisten Menschen definieren den Begriff "Sekte" sehr unpräzise, was dazu führen kann, dass jeder Mensch, der anders denkt als sie als Sektenmitglied verdächtigt wird.
 
Der lebendige Glaube gegenüber Religion
 
Der lebendige Glaube an Jesus Christus ist nicht an Religion gekoppelt, sondern er beinhaltet die lebendige Beziehung und göttliche Liebe zu Ihm.
Der lebendige Glaube ist gemäß Hebräer 11,1 eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Das bedeutet im Zusammenhang mit einem Menschen, der Jesus Christus in sein Leben aufgenommen und Ihn als Erlöser und HERRN anerkannt hat, dass er ein inneres, göttliches Zeugnis darüber in seinem Herzen trägt, dass er die Begegnung mit Jesus Christus wirklich erfahren hat, auch wenn er Jesus Christus nicht buchstäblich mit seinen natürlichen Augen gesehen hat.
Es ist der lebendige Glaube, der weiterhin die Erkenntnis beinhaltet, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist (vgl. Hebräer 11,1-3).
Religion hingegen basiert in erster Linie auf Wissen und nicht auf Beziehung.
Menschen, die in Religion gefangen sind, können nichts mit Jesus Christus als ihren Erlöser, Bräutigam und König anfangen sowie auch nichts mit der innigen Beziehung zum himmlischen Vater, zu dem Jesus Christus den Weg bereitet hat (vgl. Johannes 14,6).
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Der lebendige Glaube an Jesus Christus ist ein Lebensstil, der dazu führt, dass die betreffenden Menschen (Anm.: Gläubige) ihre wahre Identität erkennen.
 
Was ist eine Sekte?
 
Eine Sekte hingegen ist eine Bewegung, die Menschen dazu gebraucht, damit sie sich für die Doktrin, die sie lehrt, aufopfern und dadurch ihre Identität, die Gott ihnen ursprünglich gegeben hat, nicht erkennen können.
Eine Sekte nimmt die Identität des Menschen gefangen und macht aus ihm eine Person, die sie nicht ist und auch nicht sein wollte.
Der lebendige Glaube an Jesus Christus hingegen bringt die göttliche Identität der Menschen ans Licht, so dass sie sich tiefer in diese Identität hineinbewegen und sie intensivieren.
Das hat zur Folge, dass die zum Glauben an Jesus Christus gekommenen Menschen aufgrund ihrer Liebe und ihrer guten Werke, die sie aus Glauben tun von einigen Leuten in ihrem Umfeld als Nachfolger Jesu erkannt werden (vgl. Jakobus 2,17 i.V.m. Johannes 13,35).
 
Jakobus 2,17:
17 So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.
 
Johannes 13,35:
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
 
Errettete und unerrettete Menschenseelen
 
Die wahre Identität des Menschen ist der von Gott erschaffene Geist, der sich durch die Annahme von Jesus Christus in einer Menschenseele ausbreitet, so dass sie dadurch eine lebendige Seele ist.
Ohne Jesus Christus ist die Seele des Menschen vor den Augen Gottes unerrettet bzw. nicht wahrhaftig lebendig, auch wenn sie nach dem Tod weiterlebt.
Unerettete Menschenseelen werden von Gott gerichtet und errettete Seelen beurteilt, wobei die Beurteilung bei Gott immer mit einem guten Lohn und das Richten mit einem Urteil verbunden ist (vgl. Daniel 7,9-10 i.V.m. 2.Timotheus 4,1).
 
Daniel 7,9-10:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.
10 Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.
 
2.Timotheus 4,1:
1 So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: …
 
Göttliche Entwicklungsprozesse
 
Menschen, die im lebendigen Glauben bzw. in lebendiger Beziehung zu Jesus Christus und dem himmlischen Vater stehen, gehen durch Veränderungen und durchlaufen einen Entwicklungsprozess.
Sie lernen Dinge in ihrer von Gott gegebenen Identität kennen, von deren Existenz sie zuvor nie erfahren haben und deshalb beginnen sie ihr Leben neu zu strukturieren.
Solche Entwicklungsphasen können einen ungewohnten Eindruck bei der eigenen Familie und den Freunden hervorrufen.
Jede Phase der Veränderung ist mit Umbrüchen, Widerstand und emotionalen Erfahrungen verknüpft, die zum Teil auch schockierend wirken können, wenn plötzlich Menschen, die Freunde oder sogar ein Teil der Familie sind, sich aufgrund des Glaubens an Jesus Christus von der betreffenden Person abwenden bzw. ihrem Lebensstil entgegenstehen.
Auch wenn das hart klingen mag, aber es ist eine Verheißung, von der Jesus Christus sprach als er sagte, dass die Wahrheit seines Wortes Trennung bringen wird (vgl. Matthäus 10,34-39).
 
Matthäus 10,34-39:
34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.
36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.
39 Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.
 
Das erwähnte Schwert bei der o.g. Bibelstelle steht in diesem Zusammenhang mit der Wahrheit, die durch das Wort Gottes kommt (vgl. Epheser 6,17b).
 
Epheser 6,17b:
… 17b und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
 
Selbst wenn für die betreffende Familie der Weg ihres gläubig gewordenen Familienmitglieds oder Freundes unheimlich erscheinen mag, weil sie zuvor noch nie von der Wahrheit und dem ewigen Leben in Jesus Christus gehört haben, ist es für den frisch an Jesus Christus gläubig gewordenen Menschen von höchster Priorität, die Wahrheit, dass Jesus Christus der eingeborene Sohn Gottes ist, zu verkündigen.
Es ist den frisch gläubig gewordenen Menschen (Anm.: auch denen, die schon lange mit Jesus Christus leben) ein großes Verlangen, dass ihre Nächsten von der guten Botschaft hören, damit sie sich frei für diese Wahrheit entscheiden können.
Diese Entscheidung für Jesus Christus findet nicht aus Zwang statt, sondern vollkommen freiwillig (vgl. Markus 16,15 i.V.m. Johannes 6,44).
 
Markus 16,15:
15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt (Anm.: “kosmos”) und predigt das Evangelium aller Kreatur.
 
Johannes 6,44:
44 Es kann niemand zu mir (Anm.: Jesus Christus) kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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