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Der erste Mensch Adam und die feurigen Steine

18.02.2017, Daniel Glimm


Einleitung
 
In 1.Mose 2,4b-7 können wir von der Formung der fehlerlosen Seele durch die Hand Gottes und dem Einhauchen des Geistwesens von Adam in die von Gott kreierte Seelenstruktur lesen, die zu diesem Zeitpunkt noch keine gefallene Seele war.
Es wird uns in 1.Mose 2,4b-7 berichtet, dass es noch nicht auf Erden geregnet hatte und ein Nebel von der Erde aufstieg, der alles Land befeuchtete, so dass Gott begann die Umrisse der Seele von Adam zu formen, bei der es sich um die Struktur eines reifen und ausgewachsenen Mannes handelte.
 
1.Mose 2,4b-7:
4b Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.
5 Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
 
Der unberührte Erdboden
 
Zu dieser Zeit war der Boden der Erde unberührt, da noch kein Regen auf die Erde gefallen war, was dafür steht, dass keine falsche Doktrin bzw. Lehrgrundlage auf der Erde Einzug gehalten hatte.
Regen steht in Verbindung mit Lehre und gesprochenen Worten (vgl. 5.Mose 32,2; Jesaja 55,10-11).
 
5.Mose 32,2:
2 Meine Lehre rinne wie der Regen, und meine Rede riesele wie Tau, wie der Regen auf das Gras
und wie die Tropfen auf das Kraut.
 
Jesaja 55,10-11:
10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, 11 so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
 
Es war Gottes Wille Adam fehlerlos bzw. makellos zu erschaffen.
Durch den aufsteigenden Nebel wird verdeutlicht, dass Gott seine Gegenwart, seine Grundsätze des Übernatürlichen und seine Verheißung in Adam hinein formte, ohne das ein Mensch Adam darüber lehren musste.
 
Nach dem Ebenbild Gottes geschaffen
 
Wenn wir als Menschen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind und Gott Geist ist, dann sind wir das ebenfalls (vgl. 1.Mose 1,26-27).
 
1.Mose 1,26-27:
26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen
über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle
Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als
Mann und Frau.
 
Das Geistwesen „Adam“ und sein fehlerloser Seelenleib
 
Zuerst wurde das Geistwesen „Adam“ vom himmlischen Vater erschaffen und danach sein Seelenleib, weil Gott seinen bereits existierten Hauch „Adam“ (vgl. 1.Mose 1,26-27) später in den fehlerlosen Seelenleib von Adam einhauchte, was wir in 1.Mose 2,6-7 lesen können.
Als Gott den Hauch „Adam“ in den von ihm selbst kreierten fehlerlosen Seelenleib hineinblies, wurde Adam zu einer lebendigen Seele.
Die Seele ist der Rahmen, der im Geistbereich das Aussehen des jeweiligen Menschen auf die Weise widerspiegelt, wie er auf der Erde aussieht, weil Gott den Vater und die Mutter des Menschen ehrt (Anm.: der Mensch besteht aus 46 Chromosomen/Farbkörper – 23 Chromosomen vom Vater und 23 Chromosomen von der Mutter; vgl. 2.Mose 20,12).
Das bedeutet, dass der Geist von Adam, wie eine Art transparente Kugel (Ewigkeitsleben) mit dem Leben Gottes (gleißende, feurige Flüssigkeit) vom Thronsaal gefüllt und in den fehlerlosen Seelenleib von Adam eingehaucht wurde, so dass dieser vollkommen mit gleißendem, flüssigen, feurigen und göttlichen Licht gefüllt wurde.
 
Das lebendige Leben von Adam
 
Adam wurde zu einem lebendigen Licht/Leben, der nun begann in den ihm von Gott zugeteilten Garten im Gebiet von „Eden – Wonne“ mit voller Freude zu leuchten, so dass sich Gott, der himmlische Vater an Adam und der Gemeinschaft mit ihm erfreute.
 
Der Wandel in Kühnheit
 
Wenn wir es als Heilige, die wir Jesus Christus in unserem Herzen tragen und mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, erkennen, wie wir tatsächlich im Geistbereich aussehen, dann wandeln wir mit größerer Kühnheit vor den Menschen auf der Erde, um als Licht von dem wahrhaftigen Leben in Jesus Christus zu zeugen (vgl. Matthäus 5,14 i.V.m. Epheser 5,8-9).
 
Matthäus 5,14:
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
 
Epheser 5,8-9:
8 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; 9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
 
Der Nebel und der feurige – leuchtende Leib von Adam
 
Die Begründung warum der fehlerlose Seelenleib Adams von Gott mit feurigem, reinen Licht gefüllt wurde, wird anhand des hebräischen Wortes für „Nebel - 'ēd“, das in 1.Mose 2,6 verwendet wird und dessen Wurzelwort „'ûd“ deutlich.
Das hebräische Wurzelwort „'ûd“ bedeutet „Holzscheit“. Es steht ebenfalls in Verbindung mit „feurigen Kohlen bzw. Feuersteinen, die durch einen Schürhaken zusammengezogen werden“. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den Worten „Nebel – 'ēd, Holzscheit – 'ûd“ mit der Wortschlüsselnummer: *111 und *185 sowie aus der Strong's Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H181).
Anhand der o.g. Worterklärung wird deutlich, dass Gott, der himmlische Vater Adam und Eva als feurige Kohlen (Anm.: befinden sich vor dem Thron Gottes; vgl. Hesekiel 1,13; Hesekiel 28,14) zusammenzog, um sie zuerst als ein Geistmensch zu erschaffen und einige Zeit später eine heilige „Zellteilung“ durchzuführen, so dass sie in der Lage waren als zwei Geistmenschen in heiliger Gemeinschaft (Anm.: im heiligen Bund) vor Gott in reiner Intimität und göttlicher Liebe zu wandeln.
Durch die von Gott zusammengezogenen zwei feurigen „Thronraumkohlen“ oxidierte die im Erdboden befindliche Feuchtigkeit, so dass sie als Nebel durch die Hitze des Feuers Gottes in die Atmosphäre des Paradieses Gottes (Anm.: Eden ist der Garten Gottes) aufstieg.
Somit formte Gott einen feurigen, fehlerlosen und einheitlichen Seelenleib (Anm.: Mann und Frau), der seinem verzehrenden und einheitlichen Geistwesen entsprach (vgl. 1.Mose 1,26a i.V.m. 5.Mose 4,24; 5.Mose 9,3a; Hebräer 12,29).
 
1.Mose 1,26a:
26a Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, …
 
5.Mose 4,24:
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.
 
5.Mose 9,3a:
3a So sollst du nun heute wissen, dass der HERR, dein Gott, vor dir hergeht, ein verzehrendes Feuer. …
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Das erste lebendige Opfer
 
Als Adam und Eva vor Gott sündigten, indem sie von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse aßen, wurden sie von Gott durch das von ihm allererste lebendige Opfer bedeckt (Anm.: zu diesem Zeitpunkt wurde noch kein Lebewesen geopfert), von dem ich ausgehe, dass es sich um ein Lamm bzw. Widder gehandelt hat, weil diese Tiere für den Opfertod von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha stehen (vgl. 1.Mose 2,16-17 i.V.m. 1.Mose 3,6.21; Jesaja 53,7; Johannes 1,29).
 
1.Mose 2,16-17:
16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.
 
1.Mose 3,6.21:
6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. …
21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an.
 
Jesaja 53,7:
7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.
 
Johannes 1,29:
29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!
 
Der mit Fleisch überzogene Seelenleib
 
Nach dem Sündenfall wurden Adam und Eva aus dem Geistbereich des Gartens ausgewiesen, da zum Zeitpunkt des Sündenfalls ihr Geist im Seelenleib nun mit Fleisch überzogen und von innen mit Blut gefüllt wurde.
Ihr Leib wurde zur irdischen Substanz – Fleisch, so dass beide aus dem Bereich des Geistes ausgewiesen wurden, weil ihr Leib nicht mehr „die Materie“ dieser übernatürlichen Ebene trug (vgl. 1.Mose 3,23-24).
 
1.Mose 3,23-24:
23 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.
24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.
 
Zum Zeitpunkt des Sündenfalls wurden Adam und Eva zur gefallenen Natur und das ist der Grund, warum alle Menschen bis heute dem natürlichen Tod in die Augen schauen müssen, der das Portal in die Ewigkeit ist.
 
Der Tod und das Portal
 
Für uns, die wir in Jesus Christus sterben, bedeutet der Tod nichts Schlimmes, sondern vollkommene Freude in der Gegenwart des himmlischen Vaters und seines Sohnes Jesus Christus (vgl. 1.Korinther 15,21-22.45.54-55).
 
1.Korinther 15,21-22.45.54-55:
21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.
22 Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. …
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen“ (vgl. 1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. …
54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (vgl. Jesaja 25,8; Hosea 13,14): „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“
 
Die Zugangsberechtigung im Geist
 
Solange wir als Menschen auf der Erde in der gefallenen Natur leben, können wir nicht buchstäblich mit unserem „Fleischkörper“ in den Geistbereich eintreten, in dem sich Adam und Eva vor dem Sündenfall aufhielten. Doch wenn wir Jesus Christus in unserem Herzen (Anm.: Geist) aufgenommen haben, haben wir durch ihn in unserem Geist Zugangsberechtigung zum himmlischen Vater und in den übernatürlichen Bereich seiner Gegenwart (vgl. Römer 5,12.17 i.V.m. Epheser 2,18)!
 
Römer 5,12.17:
12 Deshalb, wie durch einen Menschen (Anm.: Adam) die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. …
17 Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus.
 
Epheser 2,18:
18 Denn durch ihn (Anm.: Jesus Christus) haben wir alle beide (Anm.: Juden und Heiden) in einem Geist den Zugang zum Vater.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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