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Größere geistliche Reife bringt an den neuen Ort

14.02.2017, Daniel Glimm


Einleitung

Während einer Anbetungszeit im apostolischen Zentrum „Holy Place“ hörte ich in meinem Geist das hebräische Wort „Schibbolet“.
 
Der Richter Jeftah und die Gileaditer
 
Als ich das Wort hörte wurde ich zur Bibelstelle aus Richter 12,1-6 geführt, wo es um den Richter Jeftah ging, der ein Gileaditer war und gemeinsam mit den Söhnen Gilead einen Kampf gegen die Ammoniter führte.
Die Ephraimiter waren darüber beleidigt, dass Jeftah sie nicht mit zur Unterstützung zu diesem Kampf hinzugezogen hatte.
Jeftah hatte jedoch einige Zeit zuvor die Ephraimiter um Hilfe gebeten, wobei sie ihm zu diesem Zeitpunkt keine Hilfe im Kampf gewährleisteten.
Das führte dazu, dass sich die Ephraimiter entschlossen gegen Jeftah und die mit ihm verbündeten Gileaditer in den Krieg zu ziehen. Die Ephraimiter bezichtigten die Gileaditer Flüchtlinge aus Ephraim zu sein, weil sie sagten, dass Gilead mitten im Territorium des Stammes von Ephraim und Manasse lag.
Während des Kampfes besetzten die Gileaditer unter der Führung des Richters Jeftah die Übergänge des Jordans und fragten jede betreffende Person, die sich entschied, den Übergang zu nutzen, ob diese ein Ephraimiter war. Wenn das verneint wurde, ließen die Gileaditer die Person das Wort „Schibbolet“ sprechen. Anhand des Akzents konnten sie erkennen, ob es sich um einen Ephraimiter handelte oder nicht, weil die Ephraimiter das Wort „Schibbolet“ als „Sibbolet“ aussprachen.
Wenn das der Fall war, war es der Person nicht möglich den Übergang des Jordans zu überqueren.
 
Die Wichtigkeit der Weiterentwicklung im Geist
 
Anhand der Bibelstelle aus Richter 12,1-6 begann der HERR zu sprechen, dass es ihm wichtig ist, sich in Jesus Christus geistlich weiterzuentwickeln, wenn man tiefer in die Verheißung eintreten möchte.
Das Überqueren des Jordans steht in Verbindung mit dem Eintritt ins Land der Verheißung, weil das Volk Israel unter der Führung von Josua durch den Jordan gehen musste, um im Land der Verheißung zu stehen (vgl. Josua 3,1-17).
Der HERR sprach weiterhin in diesem Zusammenhang, dass es nicht ausreicht, wenn wir uns als Gläubige lediglich in einem „erretteten Zustand“ in Jesus Christus aufhalten, sondern es ist das Verlangen Gottes, reife Söhne zu sehen.
Reife geistliche Sohnschaft beinhaltet wahrhaftige Jüngerschaft, was bedeutet, dass man Jesus Christus kompromisslos nachfolgt und willig ist, immer dazu zu lernen und die gelernten Dinge auch im alltäglichen Leben umzusetzen.
 
Was sind reife Söhne Gottes?
 
Kurz gesagt, sind reife Söhne Gottes Menschen, die sich in der Jüngerschaft Jesu aufhalten, was bedeutet, dass sie sich Jesus Christus und seiner Autorität, seiner Weisung, seinen Maßstäben und Prinzipien vollkommen unterstellen sowie die Bereitschaft zeigen, alles hinter sich zu lassen (vgl. Lukas 9,57-62; Lukas 14,25-27).
Reife Söhne Gottes bewegen sich weit über das traditionelle Maß von „Christsein“ hinaus, was die Regierungsherrschaft in Jesus Christus bedeutet, die seine Phase der Errettung, der Vergebung, des neuen geistlichen Lebens und das Auffahren des eingeborenen Sohnes zur Rechten Gottes einschließt (vgl. Johannes 3,3; Kolosser 1,19-20; Galater 2,20; Lukas 22,69).
 
Johannes 3,3:
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
 
Kolosser 1,19-20:
19 Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte 20 und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
Lukas 22,69:
69 Aber von nun an wird der Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft Gottes.
 
Reife Söhne Gottes zeigen immer die Bereitschaft, mehr von den geistlichen Prinzipien und Ordnungen Gottes zu lernen, zu wachsen, um den Auftrag ihres HERRN zu erfüllen.
Sie sind sich ihrer Rechte und Pflichten in Christus Jesus bewusst und bewegen sich in der Erkenntnis über die „drei Gewalten Gottes“ (Anm.: Exekutive – Verständnis darüber, den Willen Gottes auszuführen, Legislative – Verständnis darüber, die Gerechtigkeit Gottes zu erlassen und Judikative – Verständnis über die von Gott etablierten Rechte und Pflichten, die in seinem Wort fest verankert sind), um den Willen des himmlischen Vaters in dieser Zeit auf der Erde effektiv umzusetzen.
 
Die geistliche Weiterentwicklung und die richtige Grundvoraussetzung
 
Anhand der Namen und Gegebenheiten aus der Bibelstelle von Richter 12,1-6 machte der HERR mir deutlich, dass wenn wir als Volk Gottes tiefer in unser Erbteil in Jesus Christus eintreten möchten, es unabdingbar ist, dass wir uns geistlich weiterentwickeln und uns nicht in einem Status von geistlicher Unreife aufhalten, die mit der Anfangslehre verglichen werden kann (Anm.: Lehre von der Abkehr von toten Werken, Lehre über den Glauben an Gott, Lehre über das Taufen, Lehre über die Handauflegung, Lehre über die Auferstehung der Toten und das Gericht; vgl. Hebräer 6,1-2).
 
Hebräer 6,1-2:
1 Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren ist, und uns zum Vollkommenen wenden; wir wollen nicht abermals den Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken, mit dem Glauben an Gott, 2 mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht.
 
Natürlich ist es die Grundvoraussetzung eines jeden Gläubigen, der sich geistlich weiterentwickeln möchte, dass er zuerst die richtige geistliche Wachstumsgrundlage besitzt, die Jesus Christus ist (vgl. 1.Korinther 3,10-11).
 
1.Korinther 3,10-11:
10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut.
11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
 
Die Eröffnung Gottes, um tiefer in die göttliche Verheißung einzutreten
 
Gott eröffnet (Anm.: Jeftah bedeutet „Gott/Er öffnet.“) all denen eine neue Möglichkeit, die sich dem Reifeprozess Gottes weiter hingeben und dadurch in die nötige geistliche Reife gelangen, um tiefer in die Verheißung in Jesus Christus eintreten zu können.
Hierbei geht es um das höhere Verständnis von geistlicher Intimität mit Gott, den übernatürlichen Bereich mit seinen Aufgabenfeldern und deren von Gott zugeteilten Engeln sowie der von Gott gesetzten Ordnung und der siegreichen Regierung in Jesus Christus, die aus dem Thronsaal Gottes auf die Erde einwirkt (vgl. Offenbarung 21,2).
 
Offenbarung 21,2:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem (Anm.: geistliches Fürstentum), von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
 
Die Begründung der Zugangsverweigerung
 
Alle diejenigen, die nicht bereit sind, sich geistlich weiterentwickeln zu wollen, erhalten keine Zugangsberechtigung in das geistliche Auftragsfeld, das mit höherer Verantwortung, Autorität und Kraft verbunden ist.
Das wird anhand der falschen Aussprache des Wortes „Sibbolet“ gemäß Richter 12,5-6 verdeutlicht.
 
Richter 12,5-6:
… 5 und die Gileaditer besetzten die Furten des Jordans vor Ephraim. Wenn nun einer von den Flüchtlingen Ephraims sprach: Lass mich hinübergehen!, so sprachen die Männer von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraimiter? Wenn er dann antwortete: Nein!, 6 ließen sie ihn sprechen: Schibbolet. Sprach er aber: Sibbolet, weil er es nicht richtig aussprechen konnte, dann ergriffen sie ihn und erschlugen ihn an den Furten des Jordans, sodass zu der Zeit von Ephraim fielen zweiundvierzigtausend.
 
„Schibbolet-Christ“ oder „Sibbolet-Christ“?
 
Die richtige Aussprache des Namen „Schibbolet“ steht repräsentativ für Heilige, die ein demütiges Herz und Vertrauen Gott gegenüber sowie göttliche Kühnheit besitzen, um die Heldentaten Gottes (Anm.: Gottes Pläne) gegen das Lager des Feindes mit der Kraft des Heiligen Geistes umzusetzen.
Die Begründung liegt darin, weil das Wort „Schibbolet“ im Hebräischen mit einem „ש-Schin“ und das Wort „Sibbolet“ mit einem „ס-Samech“ beginnt.
Der hebräische Buchstabe „ס-Samech“ besitzt den Zahlenwert „60“ und der Buchstabe „ש-Schin“ hat den Zahlenwert „300“.
Die Zahl „300“ steht mit den Helden Gideons, die die Midianiter (Anm.: Feinde Israels) besiegten sowie den 300 Füchsen zur Zeit Simons in Verbindung, die paarweise das Feld der Philister mit einer brennenden Fackel zerstörten, die sich an ihren zusammengebunden zwei Schwänzen befand (vgl. Richter 7,7-8; Richter 15,4-5).
 
Richter 7,7-8:
7 Und der HERR sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch erretten und die Midianiter in deine Hände geben; aber alles übrige Volk lass gehen an seinen Ort.
8 Und sie nahmen die Verpflegung des Volks und ihre Posaunen an sich. Aber die übrigen Israeliten ließ er alle gehen, jeden in sein Zelt; die dreihundert Mann aber behielt er bei sich. Und das Heer der Midianiter lag unten vor ihm in der Ebene.
 
Richter 15,4-5:
4 Und Simson ging hin und fing dreihundert Füchse, nahm Fackeln und kehrte je einen Schwanz zum andern und tat eine Fackel je zwischen zwei Schwänze 5 und zündete die Fackeln an und ließ die Füchse in das Korn der Philister laufen und zündete so die Garben samt dem stehenden Korn an und Weinberge und Ölbäume.
 
Das hebräische Wort „Schibbolet“ heißt übersetzt „Kornähre, Strom/Fluss“ und das Wort „Sibbolet“ bedeutet übersetzt lediglich „Kornähre“.
Anhand der Worterklärung wird deutlich, dass die richtige Aussprache des Wortes „Schibbolet“ (Anm.: Symbol für wahre geistliche Reife) einen höheren Wert sowie eine zweifache Bedeutung trägt als im Gegensatz das mit Akzent gesprochene Wort „Sibbolet“ (Anm.: Symbol für geistliche Unreife). „Sibbolet“ hat einen geringeren Zahlenwert und trägt eine einfache Bedeutung.
Es war kein Zufall, dass es die Gileaditer unter der Führung des Richters Jeftah waren, die das Wort „Schibbolet“ richtig aussprachen.
 
Gilead
 
Der Name „Gilead“ bedeutet übersetzt „Steinhaufe des Zeugnisses“. Er ist ein Hinweis auf die reifen Söhne Gottes, die ein gemeinsames Zeugnis in ihrem Herzen tragen und sich in der Gerechtigkeit Gottes sowie seiner Zugangsberechtigung in Kühnheit voranbewegen, um von den höheren geistlichen Orten die Pläne und Urteile Gottes zu erlassen.
Dieses gemeinsame Zeugnis macht offenbar, dass sich die Salbung des Hohenpriesters Jesu in Form von großer Offenbarungserkenntnis über diesen Zusammenschluss von Heiligen manifestiert und Auswirkung auf ihr Umfeld hat.
Es ist die Salbung von Jesus Christus als ihr König und Priester nach der Ordnung Melchisedek (vgl. Psalm 133 i.V.m. Hebräer 5,5-6).
 
Psalm 133:
1 Von David, ein Wallfahrtslied.
Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!
2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, 3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions!
Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.
 
Hebräer 5,5-6:
5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (vgl. Psalm 2,7): „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“
6 Wie er auch an anderer Stelle spricht (vgl. Psalm 110,4): „Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks (Anm.: König der Gerechtigkeit).“
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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