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Aussatz und Gottes Reden

06.01.2017, Daniel Glimm


Einleitung
 
Ich möchte die folgende Botschaft dazu gebrauchen, um das Thema "Aussatz/Lepra" aus einer geistlichen Perspektive zu beleuchten.
Auch wenn Inhalte der Botschaft mit Krankheit in Verbindung stehen, soll der Fokus jedoch nicht auf Krankheit gerichtet sein, sondern auf Reinheit.
Diese Botschaft trägt eine ähnliche Charaktere wie die Aussage von Jesus Christus, die er zu seinen Nachfolgern im Zusammenhang mit der kommenden Verfolgung machte und hierbei das Bild eines Reptils und eines Vogels verwendete (vgl. Matthäus 10,16).
 
Matthäus 10,16:
16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
 
Auch wenn die Schlange normalerweise im Wort Gottes für Satan steht (vgl. Offenbarung 12,9), verwendet sie Jesus in seiner o.g. Aussage im Zusammenhang mit Klugheit, was bedeutet, dass uns alle Dinge zum Besten dienen müssen (vgl. Römer 8,28).
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Und das ist der Grund, warum dieses prophetische Wort, auch wenn es über das Thema einer in Europa ausgestorbenen Krankheit handelt, eine besondere Botschaft der Hoffnung für uns trägt.
 
Die Bedeutung von „Lepra“
 
Die geistliche Bedeutung von der Erkrankung Lepra ist normalerweise ein Hinweis auf einen sündhaften bzw. unreinen Lebensstil.
Lepra stand meistens mit dem Ausschluss der erkrankten Person von ihrem gesellschaftlichen Umfeld in Verbindung, was Scham, Schande und ein Alleinsein zur Folge hatte (vgl. 3.Mose 13,45-46).
 
3.Mose 13,45-46:
45 Wer nun aussätzig ist, soll zerrissene Kleider tragen und das Haar lose und den Bart verhüllt und soll rufen: Unrein, unrein!
46 Und solange die Stelle an ihm ist, soll er unrein sein, allein wohnen, und seine Wohnung soll außerhalb des Lagers sein.
 
Die Aktivierung der überschwänglichen Gnade Gottes
 
Wenn wir das Wort Gottes in Bezug auf Aussatz näher betrachten, ist ein voller Ausbruch von Aussatz ein Zeichen auf die Aktivierung der überschwänglichen Gnade Gottes für diejenigen, die alles verloren haben.
Es ist die Seelenernte derer, die durch Schmach aufgrund von Sünde gebeugt sind und nach dem Blut von Jesus Christus rufen und auf seine reinigende Kraft warten (vgl. 3.Mose 13,12-13 i.V.m. Johannes 4,35; 3.Mose 14,1-7; Psalm 51,9; Jesaja 1,18).
 
3.Mose 13,12-13:
12 Wenn aber Aussatz ausbricht auf der Haut und bedeckt die ganze Haut, vom Kopf bis zum Fuß, alles, was dem Priester vor Augen sein mag, 13 und wenn der Priester ihn dann besieht und findet, dass der Aussatz den ganzen Leib bedeckt hat, so soll er ihn rein sprechen, weil alles an ihm weiß geworden ist; er ist rein. (Anm.: Es durfte kein wildes Fleisch zu sehen sein.= Symbol für das Spielen mit Sünde, vgl. 3.Mose 13,10)
 
Johannes 4,35:
35 Sagt ihr nicht selber: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder, denn sie sind weiß (Anm.: reif) zur Ernte.
 
3.Mose 14,1-7:
1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Dies ist das Gesetz über den Aussätzigen, wenn er gereinigt werden soll. Er soll zum Priester kommen 3 und der Priester soll aus dem Lager gehen und feststellen, dass die kranke Stelle am Aussätzigen heil geworden ist, 4 und soll gebieten, dass man für den, der zu reinigen ist, zwei lebendige Vögel nehme, reine Tiere, und Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Ysop (Anm.: Zwergkraut= Demut), 5 und soll gebieten, den einen Vogel zu schlachten in ein irdenes Gefäß über frischem Wasser.
6 Und er soll den lebendigen Vogel nehmen zusammen mit dem Zedernholz, der scharlachfarbenen Wolle und dem Ysop und ihn in das Blut des Vogels tauchen, der über dem frischen Wasser geschlachtet ist, 7 und siebenmal den besprengen, der vom Aussatz zu reinigen ist, und ihn so reinigen und den lebendigen Vogel ins freie Feld fliegen lassen.
 
Psalm 51,9:
9 Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde; wasche mich, dass ich schneeweiß werde.
 
Jesaja 1,18-20:
18 So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.
19 Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen.
20 Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es.
 
Die vier Aussätzigen am Tor
 
Es war kein Zufall, dass es vier Aussätzige zur Zeit des Propheten Elischa waren, die während einer Hungersnot in Samaria an einem Tor saßen und durch ihre Überwindung von Angst, das Gut der Aramäer (Anm.: der Feinde) genossen und von diesem Segen auch ihrer Regierung erzählten, um diesen auf das Volk Israel zu übertragen (vgl. 2.Könige 7,3-9).
 
2.Könige 7,3-9:
3 Und es waren vier aussätzige Männer vor dem Tor und einer sprach zum andern: Was sollen wir hier bleiben, bis wir sterben?
4 Wenn wir auch in die Stadt gehen wollten, so ist Hungersnot in der Stadt und wir müssten doch dort sterben. Bleiben wir aber hier, so müssen wir auch sterben. So lasst uns nun hingehen und zu dem Heer der Aramäer laufen. Lassen sie uns leben, so leben wir, töten sie uns, so sind wir tot.
5 Und sie machten sich in der Dämmerung (Anm.: Sonnenuntergang) auf, um zum Heer der Aramäer zu kommen. Und als sie vorn an das Lager kamen, siehe, da war niemand mehr da.
6 Denn der Herr hatte die Aramäer hören lassen ein Getümmel von Rossen, Wagen und großer Heeresmacht, sodass sie untereinander sprachen: Siehe, der König von Israel hat sich gegen uns verbündet mit den Königen der Hetiter und den Königen der Ägypter, dass sie über uns kommen sollen.
7 Und sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung und ließen ihre Zelte, Rosse und Esel im Lager, wie es stand, und flohen, um ihr Leben zu retten.
8 Als nun die Aussätzigen vorn an das Lager kamen, gingen sie in eins der Zelte, aßen und tranken und nahmen Silber, Gold und Kleider und gingen hin und verbargen es und kamen wieder und gingen in ein anderes Zelt und nahmen daraus und gingen hin und verbargen es.
9 Aber einer sprach zum andern: Lasst uns so nicht tun; dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft.
Wenn wir das verschweigen und warten, bis es lichter Morgen wird, so wird uns Schuld treffen. So lasst uns nun hingehen und es dem Hause des Königs ansagen.
 
Die Reaktion der vier aussätzigen Männer macht deutlich, dass sie die Stunden der Kälte (Anm.: Dämmerung/ Dunkelheit) nutzen, um die Botschaft des Segens zu verbreiten und somit einen neuen Tag der guten Botschaft ankündigten.
Es ist unser Auftrag als Volk Gottes, dass wir trotz widrig scheinender Umstände die gute Botschaft für diese Zeit verbreiten, die Jesus Christus ist (vgl. Epheser 5,15-16; Johannes 12,46 i.V.m. 2.Korinther 4,6).
 
Epheser 5,15-16:
15 So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
 
Johannes 12,46:
46 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.
 
2.Korinther 4,6:
6 Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.
 
Jesus ruft uns auf die Kraft seines Blutes zu reflektieren!
 
Die Reflektion der Kraft des Blutes von Jesus Christus hat Freude und Kühnheit vor dem Angesicht unserer Mitmenschen zur Folge, weil wir wissen, dass wir von ihm geliebt und angenommen sind (vgl. Johannes 3,16).
 
Johannes 3,6:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Der Aussatz und die Bestätigung der Berufung
 
Aussatz ist ebenfalls ein Hinweis auf die Bestätigung zur Berufung, die deutlich macht, dass wir aus unserem eigenen Herzen nicht fähig sind, Gottes Pläne umzusetzen.
Wenn Jesus Christus unser Herz verwandelt hat, sind wir auf ähnliche Weise wie Mose in der Lage zu reagieren als dessen Hand zum Zeitpunkt seiner Berufung voll von Aussatz war, was als Bestätigung seiner göttlichen Berufung diente (vgl. 2.Mose 4,6-8 i.V.m. Matthäus 15,19-20).
 
2.Mose 4,6-8:
6 Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in den Bausch deines Gewandes. Und er steckte sie hinein. Und als er sie wieder herauszog, siehe, da war sie aussätzig wie Schnee.
7 Und er sprach: Tu sie wieder in den Bausch deines Gewandes. Und er tat sie wieder hinein. Und als er sie herauszog, siehe, da war sie wieder wie sein anderes Fleisch.
8 Und der HERR sprach: Wenn sie dir nun nicht glauben und nicht auf dich hören werden bei dem einen Zeichen, so werden sie dir doch glauben bei dem andern Zeichen.
 
Matthäus 15,19-20a:
19 Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung.
20a Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen.
 
Das zweite Zeichen der Bestätigung der Berufung von Mose
 
Der Aussatz an der Hand von Mose war das zweite Zeichen zur Bestätigung seiner Berufung und offenbart ebenfalls die Kraft Gottes zur Teilung der zwei Wasser (Anm.: Seele= eigene Vorstellung und Geist= Gottes Vorstellung, vgl. 1.Mose 1,6-8).
 
1.Mose 1,6-8:
6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern.
7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.
8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.
 
Die Reinigung von der Befleckung
 
Es ist wichtig, dass wir das Wort Gottes anwenden, welches ein zweischneidiges Schwert ist, um Befleckungen in unserem Leben abzutrennen und die Heiligung zu vollenden (vgl. Hebräer 4,12; 2.Korinther 7,1).
 
Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
 
2.Korinther 7,1:
1 Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.
 
Das bewegende Blut Jesu
 
Es ist das Blut des Lammes Gottes, das unser Gewissen und Herz reinigt, um so in der Lage zu sein, Gottes Plan eindeutig zu erkennen und auch zu verstehen (vgl. Hebräer 9,14; Hebräer 10,22).
 
Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
 
Hebräer 10,22:
… 22 so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser.
 
Lasst uns als „weiße Tauben“ unter dem Blut (Anm.: Vergebungskraft) und dem frischen Quellwasser (Anm.: Heiliger Geist) von Jesus Christus in der Freiheit des Geistes aufhalten.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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