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Ein Hirtenstab für das hebräische Jahr 5777 und das gregorianische Jahr 2017

02.01.2017, Daniel Glimm


Geliebtes Volk Gottes,

dieses prophetische Wort soll uns als Stückwerk und Hinweis auf das biblische Jahr 5777/2017 dienen.
Ich ermutige jeden Leser über diesem Wort zu beten und den Plan des Vaters über dieses Jahr zu proklamieren.


                     (Bild von Simon Glimm)

Der 02. Oktober 2016 und das neue biblische Jahr 5777

Am Abend des 02.10.2016 trat das jüdische Volk in das neue biblische Jahr 5777 ein, das für uns als eingepfropfte wilde Ölzweige in den edlen Olivenbaum ebenfalls von Bedeutung ist, da wir Anteil an der Fettigkeit (Anm.: Salbung) der Wurzel haben (vgl. Römer 11,17-18).

Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.

Der Augapfel Gottes

Weiterhin besitzt Israel gemäß Sacharja 2,12b die Stellung des Augapfels Gottes, von dem Jerusalem wie seine Pupille fungiert, so dass es für uns als Heidenchristen gut ist, wenn wir durch Israel auf unser Leben und Umfeld schauen, um mit erleuchteten Augen zuversichtlich in unsere Zukunft mit Jesus Christus zu gehen.

Sacharja 2,12b:
12b Wer euch (Anm.: Israel) antastet, der tastet meinen Augapfel an.

Die Offenbarungen, die wir durch diese Vorgehensweise erhalten, beinhalten strategische Maßnahmen, die uns dabei behilflich sind, dass wir unser Leben in dem Zentrum des Willens Gottes und seinem Frieden positionieren, so wie auch Epaphras betete (vgl. Kolosser 4,12).

Kolosser 4,12:
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.

Die Zahl “7”

Da dieses Jahr mit dem hebräischen Buchstaben “Sajin” im Zusammenhang steht, der ebenfalls den Zahlenwert “7” trägt, möchte ich auf die Bedeutung der Zahl eingehen, die erstmalig in 1.Mose 2,2-4 genannt wird und mit der Vollendung von der Erschaffung des Himmels und der Erde sowie mit der Ruhe in Verbindung steht.

1.Mose 2,2-4:
2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
4 So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden.

Trete in die von Gott erschaffene Ruhe ein!

Aus der eben genannten Bibelstelle wird deutlich, dass Gott den Menschen erschuf, um ihn zuerst in die Ruhe mit ihm eintreten zu lassen und dann die von ihm (Anm.: Gott) erschaffenen Werke der sechs Tage zu genießen (vgl. 1.Mose 1,26-27.31 i.V.m. 1.Mose 2,1-4).

1.Mose 1,26-27.31:
26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. …
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

1.Mose 2,1-4:
1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
4 So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden.

Der Tag und der Abend

Deshalb ist es auch kein Zufall, dass Gott die Erschaffung des Tages mit der Dunkelheit begann, die ein Hinweis auf das Dienen aus der Ruhe ist (vgl. 1.Mose 1,2-3.5b).

1.Mose 1,2-3.5b:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. ...
5b Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Der Eintritt in die Ruhe Gottes

Das Eintreten in die Ruhe (Anm.: hebräisch „šabbāt“) Gottes beinhaltet das Ablegen des alten Lebens vor dem Kreuz Jesu.
Jesus Christus ist unser „Sabbat“ und HERR über den Tag der Ruhe (vgl. Matthäus 11,28-30 i.V.m. Galater 2,20; Matthäus 12,8).

Matthäus 11,28-30:
28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Matthäus 12,8 (Rev. Elberfelder):
8 Denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats.

Die Zeit der Beziehung mit dem himmlischen Vater

Es sind nicht unsere Werke, die zuerst den Platz einnehmen dürfen, sondern die Zeit in der Beziehung mit dem himmlischen Vater, aus der wir die Kraft schöpfen, um die Werke folgen zu lassen, die uns der Vater offenbart (vgl. Johannes 5,19.36).

Johannes 5,19.36:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. ...
36 Ich aber habe ein größeres Zeugnis als das des Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, damit ich sie vollende, eben diese Werke, die ich tue, bezeugen von mir, dass mich der Vater gesandt hat.

Wenn wir uns auf dem Fundament der Ruhe Gottes bewegen, die wie zuvor erwähnt die wahrhaftige Beziehung mit ihm bedeutet, sind wir in der Lage in Freude produktiv zu sein und unseren Lebensunterhalt in Leichtigkeit zu verdienen. Gott möchte, dass wir Freude an unserer Arbeit haben (vgl. Matthäus 6,33).

Matthäus 6,33:
33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles (Anm.: irdische Versorgung) zufallen.

Der Dienst, der auf dem Fundament der Ruhe und Freude Gottes geschieht, offenbart die Königsherrschaft des HERRN, weil Menschen beginnen die Frucht des Geistes in unserem Leben zu erkennen (vgl. Galater 5,22-23).

Galater 5,22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.

Die Krönung des Wortes Gottes

Im neuen biblischen Jahr 5777/2017 dürfen wir es erwarten, dass uns der Heilige Geist das Wort Gottes auf größere Weise aufschließt, was mit Verständnis verknüpft ist.
Das hat zur Folge, dass wir durch die Weisheit und Erkenntnis, die er uns zuteilt, das Wort Gottes krönen und so auf Jesus Christus unseren Bräutigam, den König der Könige, der zugleich auch das Wort Gottes ist, hinweisen (vgl. Sprüche 12,4a i.V.m. Johannes 1,1-5; Offenbarung 19,13.16).

Sprüche 12,4a:
4 Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes (Anm.: Ehemann) Krone; …

Johannes 1,1-5:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.

Offenbarung 19,13:
13 Und er (Anm.: Jesus Christus) war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes. …
… 16 und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.

Das Wort Gottes und das „Sajin“

Das Wort Gottes ist ein lebendiges, zweischneidiges Schwert, was ebenfalls durch den hebräischen Buchstaben „Sajin“ repräsentiert wird.
Das Resultat des angewandten Wort Gottes ist, dass Gerechtigkeit in dem betreffenden Umfeld umgesetzt wird, so dass dort Wahrheit offenbart wird und das Leben erhalten bleibt (vgl. Hebräer 4,12-13 i.V.m. 1.Könige 3,16-28).

Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.

1.Könige 3,16-28 (Anm.: Das salomonische Urteil):
16 Zu der Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn.
17 Und die eine Frau sprach: Ach, mein Herr, ich und diese Frau wohnten in einem Hause und ich gebar bei ihr im Hause.
18 Und drei Tage nachdem ich geboren hatte, gebar auch sie. Und wir waren beieinander und kein Fremder war mit uns im Hause, nur wir beide.
19 Und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt.
20 Und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn in ihren Arm, und ihren toten Sohn legte sie in meinen Arm.
21 Und als ich des Morgens aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe, da war er tot. Aber am Morgen sah ich ihn genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.
22 Die andere Frau sprach: Nein, mein Sohn lebt, doch dein Sohn ist tot. Jene aber sprach: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt. Und so redeten sie vor dem König.
23 Und der König sprach: Diese spricht: Mein Sohn lebt, doch dein Sohn ist tot. Jene spricht: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt.
24 Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und als das Schwert vor den König gebracht wurde, 25 sprach der König: Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die Hälfte und jener die Hälfte.
26 Da sagte die Frau, deren Sohn lebte, zum König – denn ihr mütterliches Herz entbrannte in Liebe für ihren Sohn – und sprach: Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und tötet es nicht! Jene aber sprach: Es sei weder mein noch dein; lasst es teilen!
27 Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das Kind lebendig und tötet es nicht; die ist seine Mutter.
28 Und ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten den König; denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, Gericht zu halten.

Prophetisches Wort

Während ich den „Hirtenstab“ für das Jahr 5777/ 2017 schrieb, drängte mich der Heilige Geist an dieser Stelle, das prophetisches Wort „Sei wachsam, und sehe deine Dritte-Tag-Bestimmung!“ vom 15. August 2010 zu erwähnen als ich mich zum prophetischen Dienst im „Haus des Vaters“ in Mecklenburg-Vorpommern aufhielt.

PROPHEZEIT AM 15. AUGUST 2010 | 5. ELUL 5770, HAUS DES VATERS, MECKLENBURG-VORPOMMERN/ FRIEDRICHSHAGEN


“Mein Volk, da ist ein Kampf, der um deine Bestimmung begonnen hat!
Sei wachsam nicht in den geistlichen Schlaf zu fallen! Bleibe wach und lebe in der Kraft Meiner Auferstehung, spricht der HERR!
Es ist die „Dritte-Tag-Bestimmung“, die Ich dir gegeben habe! Es ist die Bestimmung von frischem Leben, Herrlichkeit und Überfluss (vgl. Lukas 9,22)!
Achte auf deinen neuen Weinschlauch! Werde nicht müde, aufgrund der Dunkelheit, die dich versucht einzuschüchtern und die Kraft aus dir herauszusaugen (vgl. 1.Könige 3,16-28)!
Es ist eine Phase der Nacht, in der Ich dich heimsuche und an einen höheren Ort bringe (vgl. Hohelied 5,2; Lukas 17,34-35)!
Bleibe wach in deinem Herzen und du wirst Meine Herrlichkeit sehen!
Habe starke Hände und feste Knie, um fähig zu sein das Gewicht Meiner Herrlichkeit zu tragen, spricht der HERR (vgl. Hebräer 12,12)!
Halte dich fern von Rivalität und übe dich selbst in Barmherzigkeit! Setze Leben frei, um Leben zu empfangen!
Komme zum mittleren Kreuz von Golgatha und setze Leben frei!
Da waren drei Männer am selben Ort zur selben Zeit am Kreuz! Aber es war nur EINER, der fähig war und ist ewiges Leben zu bringen (vgl. Johannes 19,16-18)!
Achte auf den Beginn des Tages und die Bewegung des Heiligen Geistes im Wort!
Da ist Offenbarung am kommen, die dir dabei behilflich ist die falsche Frucht in deinem Umfeld zu erkennen und dein Leben in Ordnung zu bringen, spricht der Geist des Propheten!
Lasse den Tod gehen und öffne deine Hände, um Leben zu empfangen!
Proklamiere Leben und widerstehe dem Tod!
Da ist ein Maß von Liebe in dir, das der HERR hochbringt, so dass du fähig bist loszulassen und auf einer neuen Weise empfängst!
Höre den frischen Klang, den der HERR dir gibt! Der König ist in deinem Feld, um dir mit der Kraft von Weisheit und Gerechtigkeit beizustehen!
Erkenne, dass JAHWE ZIDKENU in deiner Mitte ist (vgl. Jeremia 23,6; Jeremia 33,16)!"


Der Zahlenwert „77“

Da wir uns als Volk Gottes im Jahr von „Ajin-Sajin“ befinden, die gemeinsam den Zahlenwert „77“ des biblischen Jahres 5777 ergeben, ist es bereichernd zu wissen, was die hebräischen Worte mit diesen Buchstaben bedeuten.
Die Worte, die sich daraus ergeben sind zum Beispiel:

1. „'as“- „stark, mächtig, heftig“
2. „'ēs“- „Ziege, Ziegenhaar“
3. „'ōs“- „Stärke, Kraft, Macht“ = in Bezug auf Gott meint es die majestätische Kraft und Ehre JAHWES

Wenn wir diese Worterklärungen anhand des Wortes Gottes betrachten, ist festzustellen, dass es um die prophetische Kraft bzw. Stärke Gottes geht, die Gott jedoch nur denen zuteilt, die sich des Opfers und der wahren Nachfolge bewusst sind und darin leben, so wie Jesus Christus gemäß dem Willen des Vaters lebte (vgl. Johannes 5,19).

Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

Die elf Teppiche aus Ziegenhaar

Die Stiftshütte war mit elf Teppichen aus schwarzem Ziegenhaar bedeckt, die die erste Ebene der Teppiche der Stiftshütte bedeckte (vgl. 2.Mose 26,7).

2.Mose 26,7:
7 Du sollst auch Teppiche aus Ziegenhaar machen als Zelt über der Wohnung, elf Teppiche. ...

Die Zahl 11 und die Farbe Schwarz weisen uns auf die Heiligen im Königreich Gottes hin, die sich im Amt des Propheten bewegen und dazu beitragen, dass die verborgenen Geheimnisse Gottes offenbart werden, da die Zahl 12 mit dem Amt des Apostels verbunden ist, der als erstgenannter Amtsträger in der Gemeinde Jesu fungiert (vgl. 1.Korinther 12,28).

1.Korinther 12,28:
28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.

Der starke Wille eines Propheten

Das Ziegenhaar deutet weiterhin auf den starken Willen des Propheten hin, den er benötigt, um das Wort und den Plan Gottes den Menschen mitzuteilen, zu denen er gesandt ist, selbst wenn die Adressaten nicht bereit sind auf seine Stimme zu hören (vgl. 2.Könige 1,8 i.V.m. Hesekiel 3,8-11).

2.Könige 1,8:
8 Sie sprachen zu ihm: Er hatte langes Haar (Anm.: trug einen Mantel aus Ziegenhaar) und einen Ledergurt um seine Lenden. Er aber sprach: Es ist Elija, der Tischbiter.

Hesekiel 3,8-11:
8 Siehe, ich habe dein Angesicht so hart gemacht wie ihr Angesicht und deine Stirn so hart wie ihre Stirn.
9 Ja, ich habe deine Stirn so hart wie einen Diamanten gemacht, der härter ist als ein Kieselstein. Darum fürchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs.
10 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit dem Herzen und nimm sie zu Ohren!
11 Und geh hin zu den Weggeführten deines Volks und verkündige ihnen und sprich zu ihnen: "So spricht Gott der HERR!", sie hören oder lassen es.

Das hebräische Wort für "Ziege" wie bereits erwähnt ist "'ēs" und meint "eine weibliche Ziege, einen Ziegenbock, ein Ziegenjunges oder Ziegenhaar". Es kommt von dem Wurzelwort "āsas", was unter anderem soviel bedeutet wie "sich als stark erweisen, mächtig sein, stark sein, Gewalt haben, kräftige Hilfe leisten".
Wenn wir diese Worterklärung auf die Kraft des prophetischen Wortes anwenden, so wie es der Apostel Paulus in 1.Korinther 14,3 beschreibt, können wir einen engen Zusammenhang zum Ziegenhaar und zum Amt des Propheten erkennen.

1.Korinther 14,3:
3 Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung (Anm.: Stärkung, Ermutigung) und zur Ermahnung und zur Tröstung.

Die Ziege brauchte für die Abdeckung der Stiftshütte nicht zu sterben!

Es ist bezeichnend, dass für die Teppiche mit dem Ziegenhaar keine Ziegenhaut verwendet wurde, sondern nur ihr Haar, was bedeutet, dass die Ziege für die Abdeckung der Stiftshütte nicht zu sterben brauchte.
Diese Tatsache symbolisiert, dass keine Offenbarung, welche durch Gottes Willen den Mund des Propheten verlässt zu Boden fällt, sondern sich zur von Gott gesetzten Zeit manifestiert.
Das war z.B. die geistliche Qualität des Propheten Samuels (vgl. 1.Samuel 3,19)!

1.Samuel 3,19:
19 Samuel aber wuchs heran, und der HERR war mit ihm und ließ keines von allen seinen Worten zur Erde fallen.

In diesem biblischen Jahr 5777/2017 dürfen wir es erwarten, dass Gott sein freigesetztes prophetisches Wort verstärkter auf der Erde umsetzt, um es als ein zu ihm nach oben leuchtenden Lichtstrahl zu gebrauchen, damit die Menschen auf der Erde die Wahrheit seines Wortes erkennen (vgl. Johannes 8,31-32 i.V.m. 2.Petrus 1,19-21; Hesekiel 33,33).

Johannes 8,31-32:
31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.

Hesekiel 33,33:
33 Wenn es aber kommt – und siehe, es kommt! –, so werden sie erfahren, dass ein Prophet unter ihnen gewesen ist.

Die Jahreslosung für das Jahr 2017

Die Herrenhuter Jahreslosung für das gregorianische Jahr 2017 ist aus Hesekiel 36,26a, wo es heißt:

„Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben …“ Hesekiel 36,26a

Der oben genannte Vers aus Hesekiel 36 ist ein Hinweis auf die innere Erneuerung von Christen, die dazu führt, dass sie nicht nur Hörer des Wortes, sondern auch Täters des Wortes werden, was aus der innigen Beziehung mit Gott als ihren Vater kommt.
Das hebräische Wort für „Herz“ ist „lēb“ und es ist deshalb kein Zufall, dass der letzte hebräische Buchstabe im fünften Buch Mose ein „Lamed- (L)“ und der erste hebräische Buchstabe im ersten Buch von Mose ein „Beth- (B)“ ist, die zusammengefasst das hebräische Wort „lēb“ ergeben und auf das höchste Gebot Gottes aufmerksam machen (vgl. Matthäus 22,37-38).

Matthäus 22,37-38:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ (vgl. 5.Mose 6,5).
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.

Bei den geistigen Funktionen des Herzens handelt es sich um:

1. Erkenntnis (vgl. Sprüche 18,15)
2. Wiedererkennen (vgl. Jesaja 33,18)
3. Erinnerung (vgl. 5.Mose 4,9).

=> Das Herz ist das Organ der Einsicht (vgl. Sprüche 2,2; Jesaja 6,10) und Weisheit (vgl. 2.Mose 31,6; Sprüche 2,10).
Vom Herzen gehen die seelischen Regungen wie Schmerz (Psalm 38,9), Trauer (vgl. Nehemia 2,2), Freude (vgl. Jesaja 24,7), Angst (vgl. Psalm 55,5), Verzweiflung (vgl. Klagelieder 1,20), Mut (vgl. Psalm 40,13), Tapferkeit (vgl. 2.Samuel 17,10), Hochmut (vgl. 2.Chronik 26,16), Bosheit (vgl. Jeremia 4,14), Ablehnung, Verachtung (vgl. 2.Mose 8,28; 5.Mose 15,7; 1.Chronik 15,29) als auch Vertrauen und Zuneigung aus (vgl. 5.Mose 6,5; Richter 9,3; 2.Samuel 15,6). <=
(Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „lēb-Herz“; Sprachschlüsselnummer: 3899)

Die Erneuerung des inwendigen einen neuen Menschen

Aus der Jahreslosung sowie der Erklärung zum Herzen können wir erkennen, was der Wille Gottes in diesem Jahr für uns ist, nämlich unseren inneren Menschen zu erneuern, damit wir mit unseren Herzen/Empfindungen im Einklang mit dem Willen Gottes sind.
Auch deshalb sehe ich es nicht als Zufall an, dass im gregorianischen Jahr 2017 die Reformation ihren 500. Jahrestag feiert!
Der Heilige Geist reformiert den inwendigen einen neuen Menschen (vgl. 2.Korinther 4,16; Epheser 4,23 i.V.m. Epheser 2,14-18).

2.Korinther 4,16:
16 Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.

Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …

Epheser 2,14-18:
14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes 15 hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien (Anm.: Juden und Heidenchristen) einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.
17 Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.

Aufgrund des Erneuerungsprozesses des inwendigen Menschen, möchte ich abschließend diesbezüglich zum besseren Verständnis eine Erklärung von Chuck D. Pierce zitieren, die uns helfen wird mit Zuversicht in den Veränderungsprozess Gottes für unser Leben im neuen Jahr einzutreten.

Die Bitte zur Erneuerung des Verstandes

=> Wir sind zeitlich in unserem Leben, sowie in unseren Nationen und auch bezüglich der weltweiten Veränderungen in unserer geistlichen Atmosphäre an den entscheidenden Schlüsselstellen angekommen.
Inmitten dieser Veränderungen sehen wir uns der Gefahr gegenübergestellt, blockiert zu werden, gefangen zwischen zwei Entscheidungen fest zu hängen, oder in Angelegenheiten zwiespältig zu sein. Normalerweise ist dies das Ergebnis von alten, emotionalen Wunden oder Denkweisen, die wir noch nicht durch den Heiligen Geist bewältigt haben. Dadurch wird in unserem Denken ein Widerstand aufgebaut, der sich gegen Veränderungen richtet und verhindert, dass wir unsere Zukunft von ganzem Herzen antreten können. Wir können immer nur eines von beiden: „hinken“ oder „springen“. Es ist es notwendig, dass wir jede Gefangenschaft verlassen und in unsere Freiheit hinüberspringen sowie unsere Zukunft sichern. Lasst uns in unsere FREIHEIT SPRINGEN.
Wenn du ein Trauma erlebt hast, Vergebung verweigerst und bitter in deinem Geist wirst (Herzensregion), dann verhärtet dein Herz und deine Gehirnhälften (Anm.: Logik und Kreativität) werden nicht mehr effizient miteinander zusammenarbeiten. Deine Gefühlswelt wird gespalten, zerteilt.
Es ist bedeutend, dass du dein Denken verstehst und erkennst wie es der Veränderung Widerstand leistet.
Des Herrn Gehorsam, als er sein Angesicht zum Kieselstein machte, beseitigte den Schleier des Widerstandes zwischen Gott und dem Verstand. Dieser Sieg eröffnete uns die Fähigkeit in unserem Leben, in die Erfahrung der Freiheit und Fülle Seiner Kraftwirkungen zu gelangen.
Im Wort Gottes bedeutet das Wort „Gedanken/Verstand“ dasselbe wie „Herz“ und „menschlicher Geist“. Deshalb beinhaltet der Verstand mehr, als die bloßen Informationen, die in unserem Gehirn gespeichert sind. Dein Verstand besteht aus dem, woran du zutiefst glaubst, deinen Handlungen egal wie gut sie sind und deinen tiefen, emotionalen Erinnerungen, die das Ergebnis deiner Entscheidungen (richtig oder falsch) und der Entscheidungen anderer dir gegenüber sind.
Deine Umgebung beeinflusst die Art deines Denkens. Das hat Konsequenzen bis in die Generationen hinein.
Dein Gehirn ist der Verarbeiter der Informationen und ist mit deinem Nervensystem verbunden, welches die Einflüsse auf dein Leben einstuft, zuordnet. „Die, die reinen Herzens sind, werden Gott schauen!“ (vgl. Matthäus 5,8)
Deshalb empfinde ich, dass es notwendig ist, dass wir an einen anderen Platz der Gemeinschaft mit Gott gelangen und eine neue Vision seines Charakters und Seines Wesens in unserer Welt erhalten. Lasst uns den Herrn darum bitten, unser Herz und unseren Verstand zu erneuern, und sogar unser Gehirn zu verändern, damit wir in die nächste Phase hinüberspringen können.
<= (Anm.: Teilauszug aus dem Gebetsfokus vom August 2008 von Chuck D. Pierce)

Amen und Amen.

Ein lebendiges und süßes Jahr 5777/2017,

Daniel Glimm





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